AK Oberösterreich zieht 600 Laptops nach Cyberangriff ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Cybersecurity Laptops mit Schloss-Symbol und binärem Code auf dem Bildschirm
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Hackerangriff auf die Arbeiterkammer Oberösterreich hat die Organisation am Mittwoch sämtliche Mitarbeiter-Laptops in der Linzer Zentrale eingezogen. Rund 600 Geräte sind betroffen, der Notbetrieb läuft weiter, so der ORF.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat am Mittwoch eine weitere Sicherheitsmaßnahme gesetzt: In der Zentrale in Linz wurden sämtliche Laptops der Beschäftigten eingezogen. Insgesamt sind rund 600 Geräte betroffen. AK-Direktorin Heimberger begründete den Schritt damit, dass man nicht ins System eindringen wolle und eine Parallelstruktur aufgebaut habe, um für die Mitglieder handlungsfähig zu bleiben.

Auch zwei Tage nach dem Angriff kämpft die Kammer mit massiven Einschränkungen. Seit Montag herrscht Notbetrieb. E-Mails können weiterhin weder empfangen noch verschickt werden, auch interne Systeme sind betroffen. Auf der Website informierte die AK, dass man über die telefonischen Hotlines wieder erreichbar sei, es aber noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen könne.

Externe Spezialisten analysieren Angriff

Wie die Angreifer in die Systeme eindringen konnten, ist weiterhin unklar. Wie Heimberger erklärt, kümmern sich zurzeit externe Fachleute um die Analyse. Die Forensiker und die externe Firma würden daran arbeiten, das dauere noch sicher bis Ende der Woche. Möglicherweise gebe es Anfang der Woche mehr Klarheit, so die Direktorin.

Ungeklärt bleibt vorerst, ob Daten der rund 650.000 oberösterreichischen AK-Mitglieder entwendet wurden – eine Bestätigung gibt es laut AK aktuell nicht. Ebenso offen ist, ob die Angreifer Erpressungsversuche unternommen haben.

Alarm am Montag um 5 Uhr früh

Schon am Montag hatte die AK über einen Hackerangriff informiert. Gegen 5 Uhr früh hatten die Sicherheitssysteme angeschlagen. Betroffen waren unter anderem die E-Mail-Server und Teile der Telefonanlage.

Trotz der Einschränkungen ist die Arbeiterkammer für ihre Mitglieder weiterhin telefonisch erreichbar – allerdings kann es zu Wartezeiten kommen. Heimberger hatte die Mitglieder bereits am Montag um Geduld gebeten, bis alle Dienste wieder vollständig verfügbar sind.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3366661/

Worüber spricht Linz morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.