AK-Steuerspartage brachten 6,6 Millionen Euro zurück

Die Arbeiterkammer Kärnten hat mit zwei Aktionszeiträumen im Frühjahr Beschäftigte bei der Arbeitnehmerveranlagung unterstützt. Insgesamt konnten 6,6 Millionen Euro für Ratsuchende zurückgeholt werden, so die AK.
Die Arbeiterkammer Kärnten hat heuer zwischen 2. März und 3. April sowie zwischen 4. und 30. Mai zwei Aktionszeiträume für Steuerspartage angeboten. Wer Ausbildungskosten, Pflegeausgaben, Pendlerpauschale oder Familienbonus Plus bei der Arbeitnehmerveranlagung optimal geltend machen wolle, benötige professionelle Hilfe, betonte die AK.
„Die seit Oktober 2025 verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung hat den Zugang zu FinanzOnline für viele Menschen zusätzlich erschwert. Dank unserer umfassenden Aufklärungskampagne und der zwei zeitlich getrennten Aktionszeiträume waren die meisten Ratsuchenden gut gerüstet“, erklärte AK-Präsident Günther Goach.
Künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastung
Neben klassischen Fragen zu Ausbildungs- und Krankheitskosten oder zur Pendlerpauschale fragten heuer besonders viele Frauen nach der steuerlichen Absetzbarkeit von Kosten für künstliche Befruchtung. Eine Kärntnerin erhielt nach der Beratung eine Steuergutschrift von über 1.200 Euro.
„Wir haben die Ausgaben für die In-vitro-Fertilisation, samt Untersuchungen, Labor und Kilometergeld in Höhe von rund 3.000 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht“, berichtete AK-Steuerexpertin Diana Jusic.
8.000 Euro Nachzahlung für Pensionistin
Die antraglose Arbeitnehmerveranlagung führe nicht immer zum optimalen Steuervorteil, warnte die AK. Eine 94-jährige Pflegegeldbezieherin hatte jahrelang nur geringe Beträge über den automatischen Steuerausgleich erhalten. Ausgaben für Pflegedienste, Apotheken und Arztrechnungen waren dabei nicht berücksichtigt worden.
Bei nachträglichen Arbeitnehmerveranlagungen für die vergangenen fünf Jahre wurden diese Kosten als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt geltend gemacht. Die Pensionistin erhielt daraufhin eine Gutschrift über 8.000 Euro.
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