Aktionswoche warnt vor Batteriebränden in Mülltonnen

Pia ProdingerPia Prodinger
Batterien in Sammelbox statt im brennenden Müll, 36 Brandereignisse 2025
© Mit KI (Gemini) generiert

Von 12. bis 17. Oktober 2026 machen Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbände in ganz Österreich auf die Gefahren falsch entsorgter Batterien und Akkus aufmerksam. Ein Gewinnspiel soll zur richtigen Rückgabe motivieren.

Lithium-Akkus und Batterien stecken in kabellosen Kopfhörern, elektrischen Zahnbürsten, Powerbanks, Kinderspielzeug, elektronischen Grußkarten, blinkenden Kinderschuhen und E-Zigaretten. Bei vielen kleineren Geräten ist jedoch nicht sofort erkennbar, dass eine Batterie oder ein Akku verbaut ist.

Werden diese Gegenstände nicht mehr benötigt, landen sie häufig im Restmüll oder in Behältern für Papier, Kunststoff oder Textilien. Dort können sie zur Brandgefahr werden. Batterien, Akkus und Geräte mit eingebauten Akkus dürfen niemals über diese Wege entsorgt werden.

Mechanischer Druck kann Brände auslösen

In Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen sind Abfälle hohem mechanischem Druck ausgesetzt. Wird ein Lithium-Akku zerdrückt oder anderweitig beschädigt, kann es zum sogenannten „thermischen Durchgehen“ kommen. Die Temperatur im Inneren des Akkus steigt dabei unkontrolliert an, bis er sich entzündet. Umgeben von Papier, Kunststoff und anderen brennbaren Materialien kann sich rasch ein größerer Brand entwickeln.

Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe wurden im Jahr 2025 insgesamt 36 größere Brandereignisse in heimischen Entsorgungs- und Recyclingbetrieben verzeichnet. In mehreren Fällen wurden falsch entsorgte Lithium-Batterien und -Akkus als mögliche Brandursache vermutet.

Solche Brände gefährden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Anlagen. Sie können zudem die regionale Entsorgungsinfrastruktur beeinträchtigen. Das Risiko entsteht durch die falsche Entsorgung – richtig verwendet und fachgerecht zurückgegeben, sind die kleinen Energiespeicher sichere und wertvolle Alltagshelfer.

Kostenlose Rückgabe bei Sammelstellen

Gebrauchte Haushaltsbatterien und kleinere Akkus können kostenlos bei der Sammelstelle der Gemeinde oder überall dort zurückgegeben werden, wo Batterien verkauft werden. Beschädigte, aufgeblähte oder größere Lithium-Akkus gehören jedenfalls zur Sammelstelle der Gemeinde.

Auch Gegenstände mit einem fest eingebauten oder versteckten Akku sollten als Ganzes zur kommunalen Sammelstelle gebracht und dort dem Fachpersonal übergeben werden. Das gilt beispielsweise für E-Zigaretten, elektronische Grußkarten, kabellose Kopfhörer oder Spielzeug mit Licht- und Soundeffekten. Fest eingebaute Akkus sollten nicht gewaltsam entfernt werden.

Die richtige Sammlung trägt nicht nur zur Brandvermeidung bei. Sie ermöglicht auch, dass Batterien und Akkus fachgerecht behandelt und enthaltene Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.

Gewinnspiel mit Einkaufsgutscheinen

Die österreichweite Informationskampagne „Her mit Leer“ wurde auf Initiative der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie zahlreicher Partner umgesetzt. Ihre zentrale Botschaft lautet: Batterien und Akkus niemals in den Müll – Brandgefahr.

Während der Aktionswoche informieren Gemeinden, Städte, Sammelstellen, Abfallwirtschaftsverbände und Entsorgungsbetriebe über versteckte Akkus, die möglichen Folgen einer falschen Entsorgung und die richtigen Rückgabemöglichkeiten.

Begleitet wird die Aktionswoche von einem österreichweiten Gewinnspiel an teilnehmenden Sammelstellen der Gemeinden. Die kostenlose Teilnahme erfolgt direkt vor Ort: Alte Batterien oder Akkus zur Sammelstelle bringen, den Aktions-QR-Code scannen und an der Verlosung von Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 6.500 Euro teilnehmen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und weitere Informationen werden auf hermitleer.at veröffentlicht.

Unter dem Motto „Sei kein Zündler!“ erinnert die Kampagne daran, dass jeder richtig zurückgebrachte Akku dazu beiträgt, Brandrisiken zu reduzieren und die regionale Entsorgungsinfrastruktur zu schützen.

Wertstoffsammelzentrum Moosburg-Pörtschach-Techelsberg beteiligt sich

Auch das Wertstoffsammelzentrum Moosburg-Pörtschach-Techelsberg beteiligt sich an der Aktionswoche gegen Batteriebrände. Alte Batterien, Akkus und Geräte mit fest eingebautem Akku können beim WSZ abgegeben werden.

Die Sammelstelle ist von Mittwoch von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 17 Uhr und Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Aktionswoche steht dort auch der Aktions-QR-Code für das österreichweite Gewinnspiel zur Verfügung.

Quelle: https://www.dienten.gv.at/Aktionswoche_gegen_Batteriebraende_vom_12_10_-17_10_2026

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