Alcaraz brachte Wien-Turnier zusätzlichen Glanz

Mona HopfingerMona Hopfinger
Tennis-Pokal mit Schläger und Ball auf dem Platz, Mikrofon, Kalender 2028 mit "Acht Wochen Auszeit" und dem Wort "Zukunft"
© Mit KI (Gemini) generiert

Nur eineinhalb Wochen vor Turnierbeginn fixierte Herwig Straka das Engagement von Carlos Alcaraz für das Wiener ATP-Event. Der 23-jährige Spanier holte am Sonntag den Titel, während Lucas Miedler und Neil Oberleitner im Doppel für rot-weiß-roten Erfolg sorgten.

Die kurzfristige Verpflichtung von Carlos Alcaraz erwies sich als Volltreffer für das Wiener ATP-Turnier. Turnierdirektor Herwig Straka hatte nach der Verlegung des „Six Kings Slam“ rasch gehandelt und dem Superstar eine Wildcard vergeben. „Er ist ein extrem positiver, sehr netter Superstar. Und das steckt an“, beschrieb Straka die Wirkung des Spaniers auf das gesamte Organisationsteam.

Die Dynamik in der Halle erinnerte den Steirer an die Jahre mit Dominic Thiem. „Damals war es auch noch einmal lauter in der Halle, bei Carlos ist es ähnlich.“ Ob der 23-Jährige im kommenden Jahr zurückkehrt, bleibt abzuwarten – Straka hofft darauf.

Lob von Masters-Veranstaltern

Besonders bemerkenswert: Die Organisatoren der Masters-1000-Turniere in Miami und Madrid zeigten sich beeindruckt. „Sie haben uns zurückgemeldet, dass es außergewöhnlich bei uns ist“, so Straka. Der Miami-Veranstalter habe gemeint, es sei eigentlich ein 1000er-Event. Auch Alcaraz selbst bevorzuge Wien gegenüber einem zwölftägigen 1000er-Turnier.

Saison soll ab 2028 kürzer werden

Die zunehmende Belastung durch längere Turniere führt zu wachsenden Klagen der Spieler. Als Mitglied des ATP Board of Directors arbeitet Straka an einer Lösung: Ab 2028 soll die Saison zwei Wochen später beginnen. „Wir wollen insgesamt acht Wochen off-season“, erklärte er. Die Entscheidung darüber soll in zwei Wochen bei den ATP-Finals in Turin fallen.

Miedler und Oberleitner mit Heimtriumph

Lucas Miedler und Neil Oberleitner krönten ihre erst fünf Wochen alte Partnerschaft mit dem Doppel-Titel in Wien. In ihren ersten vier gemeinsamen Turnieren schoben sie sich im Race auf Rang 16 und in der Weltrangliste beide in die Top 20. „Aus professioneller Sicht war der 1000er-Titel in Shanghai besser, aber von der emotionalen Seite her Wien“, sagte Miedler. Oberleitner ergänzte: „Zu Hause zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes.“

Der 27-jährige Oberleitner hatte sich erst zu Jahresbeginn für die Doppelkarriere entschieden. Miedler hatte ihn schon lange zuvor nahegelegt umzusteigen – die Zusage kam ausgerechnet am Tag seines ersten ATP-Turniersiegs im August in Winston-Salem. „Ein schlechteres Timing von meiner Seite aus gibt es nicht“, meinte Miedler lachend. Oberleitner: „Dass er mich gefragt hat, war für mich wie ein Ritterschlag.“

Paris und Davis Cup als nächste Ziele

Diese Woche treten die beiden beim Masters-1000-Turnier in Paris an, wo sie auf Zverev und dessen Partner Marcelo Melo treffen werden. „Stand jetzt ist er der beste Tennisspieler der Welt. Aber es ist ein Spiel wie jedes andere und wir müssen schauen, was er uns für Schwächen anbietet“, sagte Miedler.

Das 250er-Turnier in Stockholm in der Folgewoche werden sie wohl auslassen. „Da gibt es keinen Drang danach. Jetzt sind wir schon so lange unterwegs gewesen“, erklärte Oberleitner. Nach Stationen in Tokio, Shanghai, Almaty und Wien steht aber das Davis-Cup-Finalturnier in Bologna fix im Kalender. Und Miedler hat am 3. Dezember noch einen besonderen Termin: seine Hochzeit.

Quelle: APA

Worüber spricht Rudolfsheim-Fünfhaus morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.