Almkanal: Kinder nach Baden erkrankt

Nach dem Baden im Almkanal in Salzburg sind mehrere Kinder erkrankt. Betroffen sind fast ein Dutzend Personen, die über Übelkeit und Erbrechen klagen, so der ORF.
Ein Salzburger und seine Söhne sowie weitere Kinder aus der Nachbarschaft haben das Baden im Almkanal vergangenen Dienstag bereut. Gerhard Pogacnik aus Salzburg-Gneis berichtet: „Beim Reinspringen ist uns gleich der Güllegeruch aufgefallen. Wir sind dann gleich nach Hause und haben alles abgeduscht. Am nächsten Tag begannen dann die Übelkeit und das Erbrechen beim kleineren Sohn und dann beim größeren.“
Insgesamt sind bisher fast ein Dutzend Erkrankungen bekannt geworden. Die Beschwerden traten nach dem Kontakt mit dem Wasser auf.
Fäkalien als Ursache vermutet
Almmeister Lukas Peter, der für den Frischwasserkanal zuständig ist, vermutet Fäkalien von Vieh als Ursache für die vorübergehend erhöhte Keimbelastung. Der Almkanal und die Königssee-Ache würden durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete führen. Im Umfeld von Gewittern könnten dadurch Substanzen in die Alm gespült werden. Dies könne aber bei jedem Gewässer geschehen, so Peter.
Kein freigegebener Badeplatz
Die Almgenossenschaft betont, dass der Almbach beziehungsweise sein Kanal von Grödig bis in die Stadt Salzburg kein freigegebener Badeplatz sei. Die Nutzung des meistens sehr klaren, sauberen und kühlen Gebirgswassers zum Baden im Hochsommer geschehe auf eigene Gefahr und werde nur geduldet.
Der Almmeister warnt zudem vor weiteren Gefahren: Das Baden sei auch wegen starker Strömung, geringer Wassertemperatur sowie Schrott und Glasscherben unter Wasser gefährlich. Der Almkanal sei ein Wirtschaftskanal, und der Badebetrieb werde von den Besitzern und Betreibern lediglich geduldet.
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