Almwandertag feiert 30 Jahre Gailtaler Almkäse

Pia ProdingerPia Prodinger
Vier Männer in Tracht stehen vor Bergkulisse, Steiermark
© Büro LHStv. Gruber

Beim 88. Kärntner Almwandertag auf der Reisacher Jochalm in Kirchbach standen die Almwirtschaft und regionale Lebensmittelproduktion im Mittelpunkt. Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber würdigte das 30-jährige Jubiläum des Gailtaler Almkäses und betonte die Bedeutung der Infrastruktur für die Zukunft der Almen.

Auf der Reisacher Jochalm in der Gemeinde Kirchbach versammelten sich zahlreiche Besucher, Fest- und Ehrengäste zum 88. Kärntner Almwandertag. Zu den Teilnehmern zählten unter anderem Agrarreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber, EU-Kommissar a.D. Franz Fischler, Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber, Bürgermeister Leopold Astner, Almwirtschaftsvereins-Obmann Josef Obweger und Gailtaler-Almkäse-Obfrau Elisabeth Buchacher.

30 Jahre Gailtaler Almkäse als Qualitätssymbol

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das 30-jährige Bestehen des Gailtaler Almkäses g. U. In seinen Grußworten hob Gruber hervor, dass der Gailtaler Almkäse beispielhaft für die Verbindung von höchster Qualität, traditionellem Handwerk und regionaler Wertschöpfung stehe. „Hinter jedem Stück Käse stehen die Arbeit unserer Almbäuerinnen und Almbauern, die Leidenschaft der Produzenten und die Verbundenheit mit unserer Region“, sagte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Mit rund 1.800 bewirtschafteten Almen zählt Kärnten zu den almreichsten Bundesländern Österreichs. Etwa zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche liegen im Berggebiet. Gruber betonte, dass die Almen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zugleich seien. Sie lieferten hochwertige Lebensmittel, schützten vor Naturgefahren und prägten das Landschaftsbild Kärntens. Der Erhalt dieser Kulturlandschaft sei der täglichen Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe zu verdanken.

Millionen für Alminfrastruktur investiert

Für die Zukunft der Almwirtschaft seien die notwendigen Rahmenbedingungen entscheidend, erklärte Gruber. Das Land Kärnten unterstütze daher laufend Investitionen in die Alm- und Forstinfrastruktur. Seit 2019 habe das Land rund 3,2 Millionen Euro an Landesfördermitteln für die Modernisierung und Instandsetzung der Almwege bereitgestellt.

Im Vorfeld des Almwandertages wurde der Forst- und Erschließungsweg auf die Reisacher Jochalm offiziell eröffnet. Auf einer Länge von über sieben Kilometern wurden unter anderem das Entwässerungssystem erneuert, zusätzliche Rohrdurchlässe errichtet und die Tragschicht verstärkt. Die Maßnahmen verbessern die Stabilität und Befahrbarkeit des Weges nachhaltig. Die Gesamtbaukosten betrugen mehr als 130.000 Euro und wurden mit Mitteln aus dem Agrarreferat des Landes Kärnten unterstützt.

Quelle: https://ktnvp.at/2026/07/20/almwandertag-die-alm-als-lebens-wirtschafts-und-erholungsraum

Worüber spricht Klagenfurt morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.