Alpenland kauft Leiner-Areal in St. Pölten

Der gemeinnützige Wohnbauträger Alpenland hat das ehemalige Leiner-Areal in St. Pölten übernommen. Auf dem 9.082 Quadratmeter großen Grundstück soll ein urbanes Quartier mit Schwerpunkt auf leistbarem Wohnen entstehen, so der ORF.
Der gemeinnützige Wohnbauträger Alpenland entwickelt das frühere Leiner-Stammhaus in St. Pölten zu einem neuen Stadtviertel. Das Unternehmen bestätigte gegenüber dem ORF entsprechende Medienberichte. Ziel sei es, auf dem Areal ein „urbanes, lebendiges und qualitätsvolles Quartier“ mit besonderem Augenmerk auf leistbarem Wohnen zu schaffen.
Die Liegenschaft hatte in den vergangenen Jahren mehrere Eigentümer. Ursprünglich erwarb der Signa-Konzern das ehemalige Möbelhaus und plante unter dem Namen „Rossmarkthöfe“ ein neues Quartier im Zentrum der Landeshauptstadt. 2022 ging das Projekt an die SÜBA AG über, die im April 2025 Insolvenz anmeldete. Nach gescheiterter Sanierung befindet sich das Unternehmen seit Oktober 2025 im Konkurs.
Leistbarer Wohnraum in zentraler Lage
Alpenland-Obfrau Isabella Stickler betonte die Verantwortung, leistbaren Wohnraum dort zu schaffen, wo die Nachfrage besonders hoch sei. Innerstädtische Standorte böten besondere Chancen für nachhaltige Stadtentwicklung. Kurze Wege, gute Infrastruktur sowie die Nähe zu Arbeitsplätzen, Bildung, Kultur und Freizeit machten zentrale Lagen attraktiv. Diese Qualitäten sollten nicht ausschließlich hochpreisigen Nutzungen vorbehalten bleiben.
Die Rossmarkthöfe böten dafür eine einmalige Ausgangssituation, so Stickler laut Aussendung vom Dienstag.
Denkmalschutz und neue Baukörper
Die Planung soll Bestehendes und Neues miteinander verknüpfen. Besondere Berücksichtigung finden dabei die denkmal- und ensemblegeschützten Gebäude auf dem Areal. Gleichzeitig biete die Fläche Potenzial für neue Baukörper, zusätzliche Durchwegungen und eine vielfältige Nutzungsmischung.
Angestrebt wird ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und weitere Nutzungen verbindet und neue Wege durch das Areal schafft, erklärte die Obfrau.
22.500 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche geplant
Das Areal umfasst bebaute und unbebaute Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 9.082 Quadratmetern. Alpenland geht derzeit von einer Mindest-Bruttogeschoßfläche von rund 22.500 Quadratmetern aus.
Mit der Stadt St. Pölten bestehen bereits grundsätzliche Rahmenbedingungen in Form eines Raumordnungsvertrags. In den kommenden Monaten sollen Gespräche mit der Stadt geführt werden, um aktuelle Anforderungen und zukünftige Vorstellungen in den Planungsprozess einfließen zu lassen.
Vorgesehen ist ein vielfältiger Nutzungsmix. Neben leistbarem Wohnen sollen auch ein Hotel sowie Büro- und Gewerbeflächen Platz finden. Die Gewichtung der einzelnen Nutzungen soll im weiteren Planungs- und Abstimmungsprozess konkretisiert werden. Einen Zeitpunkt für die konkrete Umsetzung konnte Alpenland gegenüber dem ORF nicht nennen.
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