Althofen: Baumbestattung wird immer beliebter
Seit drei Jahren können sich Bürgerinnen und Bürger in Althofen im Wurzelwerk von Bäumen bestatten lassen. Die naturnahe Beisetzungsform findet zunehmend Anklang. Nun entsteht zusätzlich eine Gedenkstätte für Sternenkinder und namenlos Beerdigte.
Die Baumbestattung auf dem städtischen Friedhof in Althofen hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Immer mehr Menschen entscheiden sich für die naturnahe Alternative zur klassischen Beisetzung, bei der eine biologisch abbaubare Urne im Wurzelwerk eines Baumes beigesetzt wird. Der Baum bleibt als Symbol des Lebens ein lebendiges Zeichen der Erinnerung.
Bürgermeister Walter Zemrosser erklärt, dass für diese Bestattungsform der Altbaumbestand im oberen Bereich des neuen städtischen Friedhofes genutzt wird. Die Idee stammte von der Bestatterfamilie Huber-Hilzensauer. „Die Verwandten haben keine Grabpflege, aber wissen genau, wo ihre Lieben beerdigt sind, denn die Bestattung erfolgt nach einem genauen Nummerierungssystem“, so Zemrosser. Damit müssen Althofener Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in auswärtige Baumbestattungen oder Friedenswälder ausweichen.
Naturverbundenheit und ökologischer Gedanke
Die Gründe für die wachsende Beliebtheit sind vielfältig: Die Verbundenheit zur Natur, der Wegfall der laufenden Grabbetreuung und der ökologische Gedanke sprechen für diese Bestattungsform. „Sie kommt für jene Menschen infrage, die ihre Angehörigen nicht mit der Grabpflege belasten wollen“, erklärt der Friedhofsreferent. Die Grabstelle muss nicht auf die übliche Art gepflegt werden. Sie passt sich der natürlichen Umgebung an.
Auch beim Preis ist die Baumbestattung interessant. Sie kostet 1.030 Euro pro Person und gilt für 30 Jahre. Auf schön gestalteten Tafeln kann man auf Wunsch die Namen der Verstorbenen eingravieren lassen. Das ist aber keine Pflicht.
Neue Gedenkstätte entsteht
Im Bereich der Baumbestattung entsteht in Kürze eine Gedenkstätte für Sternenkinder sowie für jene Menschen, die namenlos in der Stadt oder Region beerdigt werden. „Ein würdiger Abschied sowie ein würdiges Gedenken waren Ziel der gesamten Maßnahmen“, betont Zemrosser.
Nähere Informationen gibt es im Rathaus Althofen bei David Reich unter 04262/2288 DW 17 oder per E-Mail an david.reich@ktn.gde.at.
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