Altstoffsammelzentrum bleibt vorerst geöffnet
Bürgermeister Wolfgang Gaida dementiert Gerüchte über eine baldige Schließung des Altstoffsammelzentrums. Stattdessen wird die Bodenaushubdeponie aufgelassen und eine Photovoltaik-Anlage vorbereitet.
Wolfgang Gaida stellt klar, dass das Altstoffsammelzentrum entgegen kursierender Gerüchte nicht im September schließen wird. Der Bürgermeister wisse nicht, woher diese Behauptung stamme.
Die derzeit laufenden Arbeiten am Standort stehen im Zusammenhang mit der Vorbereitung einer Agri-PV-Anlage sowie der Auflassung der Bodenaushubdeponie. Diese befand sich im nördlichen Bereich und sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar gewesen. Jede Erdprobe habe hohe Kosten verursacht, zudem mussten Sonden und Probebrunnen betrieben und laufend untersucht werden. Auch eine vom Land bestellte Deponieaufsicht sei zu bezahlen gewesen.
Photovoltaik-Anlage auf 10 Hektar geplant
Die geplante PV-Anlage konnte noch vor Inkrafttreten des neuen Raumordnungsgesetzes umgewidmet werden. Dadurch können mehr als die nun vorgeschriebenen 2 Hektar bebaut werden. Insgesamt stehen 15 Hektar zur Verfügung, wovon laut Naturverträglichkeitsprüfung rund ein Drittel der Natur vorbehalten bleiben soll. Verbaut werden sollen daher 10 Hektar.
Die Anlage entstehe auf einer ehemaligen Schottergrube und einer aufgelassenen Baurestmassendeponie – Flächen, die anderweitig nicht mehr genutzt werden dürften. Gaida betont, dass solche Anlagen genau dorthin gehörten und nicht auf wertvolle Ackerböden. Die Natur werde durch umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen berücksichtigt.
Überregionales Zentrum für vier Gemeinden
Ein neues, überregionales Altstoffsammelzentrum werde kommen – sicher nicht im September, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Es sei wirtschaftlich nicht mehr darstellbar, dass jede Gemeinde ein eigenes Zentrum betreibe. Der NÖ Umweltverband gebe vor, für 7.000 Einwohner innerhalb von 7 Kilometer regionale Wertstoffsammelzentren zu errichten.
Im Bezirk Gänserndorf sollen 13 solcher Zentren entstehen. Das erste wurde 2022 in Schönkirchen errichtet, das zweite wird derzeit in Groß-Enzersdorf gebaut. Bei einem Rhythmus von einem Zentrum alle vier Jahre könne der gesamte Prozess über 50 Jahre dauern.
Für die Gemeinden Hohenau an der March, Drösing, Ringelsdorf-Niederabsdorf und Dobermannsdorf werde eine gemeinsame Lösung in Zusammenarbeit mit der Firma Poyss angestrebt. Das neue Zentrum soll voraussichtlich zwischen Hohenau und Niederabsdorf errichtet werden. Ein genauer Zeitpunkt für die Inbetriebnahme stehe noch nicht fest. Der Betrieb eines gemeinsamen Zentrums für vier Gemeinden sei ökonomischer als Einzellösungen und bringe Vorteile wie höhere Umweltstandards, bequemere Entlademöglichkeiten und durchgehende Öffnungszeiten.
Quelle: https://www.hohenau.at/Bgm_Wolfgang_Gaida_raeumt_mit_einem_Geruecht_auf
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