AMAG steigert Gewinn in neun Monaten um 142 Prozent

Der oberösterreichische Aluminiumkonzern AMAG hat in den ersten drei Quartalen 2026 deutlich zugelegt. Der Umsatz wuchs um 16,4 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 81,7 Millionen Euro.
Die Austria Metall AG verzeichnete von Jänner bis September einen Umsatzanstieg auf 1,32 Milliarden Euro – ein Plus von 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) legte um 58,9 Prozent auf 181,4 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn kletterte um 141,6 Prozent auf 81,7 Millionen Euro, wie das börsennotierte Unternehmen in seinem Quartalsbericht mitteilte.
Für das starke Abschneiden nennt der Konzern hohe Absatzmengen und gestiegene Aluminiumpreise. Besonders das Segment Walzen verkaufte deutlich mehr, auch die Beteiligung am kanadischen Elektrolysewerk Alouette profitierte von günstigen Marktbedingungen. Belastet wurde das Ergebnis durch Wechselkurseffekte: Der stärkere Euro gegenüber dem US-Dollar wirkte sich negativ aus. Höhere Mengen und Preise drückten zudem auf Cashflow und Nettoverschuldung, der Verschuldungsgrad sank jedoch um zwei Prozent.
Zweitbestes Quartalsergebnis der Firmengeschichte
AMAG-Chef Victor Breguncci bezeichnete das dritte Quartal als „außergewöhnlich stark“. Mit einem EBITDA von 80,3 Millionen Euro habe man das zweitbeste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte erreicht. Aufgrund dieser Entwicklung hob der Konzern seine Prognose an: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die AMAG nun mit einem EBITDA zwischen 200 und 220 Millionen Euro.
Der Gesamtabsatz stieg in den ersten neun Monaten um 6,9 Prozent auf 342.900 Tonnen. Im Segment Walzen legte der Absatz in den Bereichen Automobil, Wärmetauscher und Luftfahrt deutlich zu. Das Segment Gießen meldete solide Mengen bei Recycling-Gusslegierungen, im Segment Metall lag der Primäraluminium-Absatz über dem Vorjahreswert.
Stabile Produktion erwartet, Risiken bei Zöllen
Für das restliche Jahr geht das Unternehmen von einer stabilen Produktion bei Alouette und einem weiterhin attraktiven Preisniveau für Aluminium und Tonerde aus. Auch in den Segmenten Gießen und Walzen erwartet die AMAG hohe Produktivität, Kosteneffizienzmaßnahmen sollen zusätzlich wirken. Als Risiken nannte Breguncci kurzfristige Preisschwankungen, mögliche Änderungen bei US-Einfuhrzöllen, eine schwächere Absatzentwicklung im Segment Walzen sowie plötzliche Energiepreisanstiege.
Quelle: APA
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