AMAG zeigt Weg zur klimaneutralen Aluminiumproduktion

Pia Prodinger
© Caroline Knauder

Beim Business Lunch von respACT in Kärnten diskutierten Industrie und Finanzwirtschaft über Dekarbonisierungsstrategien. Die AMAG Austria Metall AG präsentierte ihre Fortschritte bei der CO₂-Reduktion durch Effizienz, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien.

Die Dekarbonisierung energieintensiver Unternehmen stand im Mittelpunkt des respACT Business Lunch Kärnten am 9. Juli 2026. Unter dem Titel „Industrie im Wandel – Strategien zur erfolgreichen Dekarbonisierung“ tauschten sich Vertreter aus Industrie und Finanzwirtschaft darüber aus, wie sich CO₂-Emissionen senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit stärken lassen.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die AMAG Austria Metall AG, die ihre Dekarbonisierungsstrategie vorstellte. Das Unternehmen setzt auf Effizienzsteigerungen, Kreislaufwirtschaft und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, um substanzielle Fortschritte zu erzielen.

„Dekarbonisierung gelingt, wenn Technologie, Geschäftsmodell und Partnerschaften zusammenwirken“, betonte Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT. Die AMAG zeige eindrucksvoll, wie sich CO₂-Emissionen in energieintensiven Prozessen mit klaren Roadmaps, belastbaren Daten und starken Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette gezielt reduzieren lassen.

Abhängigkeit von Rahmenbedingungen

Effizienzsteigerungen und der Einsatz von Recyclingaluminium führen bei der AMAG bereits heute zu substanziellen CO₂-Einsparungen. Die vollständige Umstellung auf klimaneutrale Energiequellen hängt jedoch stark von externen Rahmenbedingungen ab.

Alexander Moser-Parapatits, Strategie- und Innovationsvorstand der AMAG Austria Metall AG, erklärte: „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, um die CO₂-Emissionen an unserem Standort auf Netto-Null zu senken. Ob wir dieses Ziel erreichen können, hängt maßgeblich davon ab, ob erneuerbare Energie in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist.“

Wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz

Nikolaus Juhász, Vorstandsvorsitzender der BKS Bank und respACT-Vorstandsmitglied, unterstrich, dass nachhaltige Transformation und wirtschaftlicher Erfolg gemeinsam gedacht werden müssen. „Dekarbonisierung ist kein Zusatz mehr, sondern eine unternehmerische Notwendigkeit. Wer heute in klimafreundliche Prozesse investiert, sichert sich Innovationskraft, Resilienz und Marktvorteile“, so Juhász.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Dekarbonisierung eine zentrale strategische Herausforderung darstellt, die verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und breite Unterstützung erfordert. Nur wenn industrielle Wertschöpfung am Standort gesichert bleibe, könne die Transformation dauerhaft gelingen.

Der Business Lunch wurde in Kooperation mit der BKS Bank und mit Unterstützung der Industriellenvereinigung, der Industriellenvereinigung Kärnten und der Wirtschaftskammer Kärnten umgesetzt. respACT ist Österreichs führende Plattform für unternehmerische Verantwortung und unterstützt mehr als 450 Mitgliedsunternehmen bei der ESG-Transformation.

Quelle: https://www.bks.at/ueber-uns/news-und-presse/resp-act-business-lunch-kaernten-zeigt-konkrete-wege-zur-klimaneutralen-industrie

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