AMAG zeigt Wege zur Dekarbonisierung in der Industrie

Bei einem Business Lunch in Kärnten diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Finanzsektor über Strategien zur CO₂-Reduktion. Die AMAG Austria Metall AG präsentierte ihre Dekarbonisierungsstrategie als Beispiel für klimafreundliche Transformation.
Die AMAG Austria Metall AG hat beim respACT Business Lunch Kärnten am 9. Juli ihre Strategie zur Senkung von CO₂-Emissionen vorgestellt. Unter dem Titel „Industrie im Wandel – Strategien zur erfolgreichen Dekarbonisierung“ tauschten sich Teilnehmer aus Industrie und Finanzwirtschaft über Wege aus, wie energieintensive Betriebe Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit verbinden können.
Das Aluminiumunternehmen setzt auf Effizienzsteigerungen, Kreislaufwirtschaft und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. „Dekarbonisierung gelingt, wenn Technologie, Geschäftsmodell und Partnerschaften zusammenwirken“, erklärte Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT. Die AMAG zeige, wie sich CO₂-Emissionen in energieintensiven Prozessen durch klare Roadmaps, belastbare Daten und starke Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette reduzieren lassen.
Abhängigkeit von Rahmenbedingungen
Alexander Moser-Parapatits, Strategie- und Innovationsvorstand der AMAG Austria Metall AG, betonte die Bedeutung externer Faktoren. Während Effizienzsteigerungen und der Einsatz von Recyclingaluminium bereits heute zu substanziellen CO₂-Einsparungen führen, hänge die vollständige Umstellung auf klimaneutrale Energiequellen stark von den Rahmenbedingungen ab. „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, um die CO₂-Emissionen an unserem Standort auf Netto-Null zu senken“, so Moser-Parapatits. Ob dieses Ziel erreicht werden könne, hänge maßgeblich davon ab, ob erneuerbare Energie in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sei.
Wirtschaftlicher Erfolg durch Klimaschutz
Nikolaus Juhász, Vorstandsvorsitzender der BKS Bank und respACT-Vorstandsmitglied, unterstrich die unternehmerische Notwendigkeit der Transformation. „Dekarbonisierung ist kein Zusatz mehr, sondern eine unternehmerische Notwendigkeit“, sagte Juhász. Wer heute in klimafreundliche Prozesse investiere, sichere sich Innovationskraft, Resilienz und Marktvorteile.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Dekarbonisierung verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und breite Unterstützung erfordert. Nur wenn industrielle Wertschöpfung am Standort gesichert bleibe, könne die Transformation dauerhaft gelingen – ökologisch wie ökonomisch.
Der Business Lunch Kärnten wurde in Kooperation mit der BKS Bank und mit Unterstützung der Industriellenvereinigung, der Industriellenvereinigung Kärnten und der Wirtschaftskammer Kärnten umgesetzt.
Quelle: OTS
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