AMS beendet Förderung für drei Beschäftigungsprojekte

Mathias FischerMathias Fischer
Fördermittel: Zahnräder in Netz, Österreichkarte mit Prozentangaben, drei Personen blicken in die Ferne
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich stellt die Finanzierung für drei sozialökonomische Projekte ein. Betroffen sind Eibetex in Waidhofen an der Thaya, Landschaftspflege Schmidatal in Sitzendorf und das Frauenprojekt LIMA in Marktl, so der ORF.

Das AMS Niederösterreich streicht bis Jahresende die Unterstützung für drei Beschäftigungsinitiativen. Die Projekte Eibetex in Waidhofen an der Thaya, Landschaftspflege Schmidatal in Sitzendorf (Bezirk Hollabrunn) sowie das Frauenbeschäftigungsprojekt LIMA in Marktl (Bezirk Lilienfeld) verlieren ihre Finanzierung. Alle drei Initiativen zielen darauf ab, langzeitarbeitslose Menschen vorübergehend zu beschäftigen und für den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu qualifizieren.

Regionale Unterschiede als Begründung

Das AMS NÖ begründet die Entscheidung mit der Notwendigkeit, die Förderstruktur an regional unterschiedliche Entwicklungen anzupassen. In den Bezirken würden sehr verschiedene Situationen beobachtet werden. Steigende Arbeitslosigkeit und hohe Arbeitskräftenachfrage könnten gleichzeitig vorkommen, wenn Qualifikationen, regionale Verfügbarkeit und Arbeitszeitmodelle nicht zu den Betrieben passen. Die Projektmittel sollen künftig verstärkt und gezielter dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Die unterschiedlichen Entwicklungen zeigten sich an aktuellen Zahlen: Während Ende August im Bezirk Zwettl mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent nahezu Vollbeschäftigung herrsche, sei die Quote in Wiener Neustadt mittlerweile auf 8,2 Prozent angestiegen. Auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosigkeit variiere stark und liege zwischen 10,6 Prozent im Waldviertel und 19,4 Prozent in Neunkirchen.

Keine budgetären Gründe

Es entstehen nun neue Strukturen, die sich gezielter am regionalen Bedarf orientieren sollen. Um Einsparungen gehe es nicht, betonte eine AMS-Sprecherin. „Es geht nicht darum, dass die Personen bei den Projekten schlecht gearbeitet hätten, und auch nicht um vermutete finanzielle Einschnitte im Budget des AMS. Das Geld ist kein Thema. Es geht vielmehr um ein neues Design des Angebots, das an die aktuellen Herausforderungen angepasst wird“, so die Sprecherin.

Betreuung für Betroffene zugesichert

Insgesamt sind 25 Arbeitsanleiter und Sozialarbeiter sowie 38 ehemals langzeitarbeitslose Personen derzeit bei den Projekten beschäftigt. Die betroffenen Langzeitarbeitslosen seien finanziell vom AMS abgesichert. Die Beschäftigung sei gemäß des Projektes zeitlich befristet gewesen. Ziel sei immer gewesen, dass die Betroffenen wieder einen fixen Arbeitsplatz finden. Gelingt das nun nicht, übernehme das AMS erneut die Betreuung.

Für die betroffenen Regionen arbeite das AMS aktuell mit Experten Alternativangebote für langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare Personen in den jeweiligen Bezirken aus. Ziel sei es, auf den regionalen Bedarf angepasste und für die Menschen wirksame sowie organisatorisch resiliente Angebotsstrukturen zu entwickeln. Dabei könnte es sich um geförderte Beschäftigung handeln, aber auch um vom AMS extern zugekaufte Beratungsangebote.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3371461/

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