ams OSRAM klagt gegen LED-Distributor in Deutschland

Mona HopfingerMona Hopfinger
Patent für Autolicht und Rechtsschutz auf Deutschlandkarte mit Schloss-Symbol
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Technologiekonzern ams OSRAM geht in Deutschland rechtlich gegen einen Vertrieb elektronischer Bauteile vor. Das Unternehmen wirft dem Distributor vor, LED-Produkte für Autos zu verkaufen, die Patente verletzen.

Der in Premstätten und München ansässige Technologiekonzern ams OSRAM hat in Deutschland zwei Klagen wegen Patentverletzung eingebracht. Betroffen ist ein Händler für elektronische Komponenten, der Automotive-LEDs des chinesischen Herstellers Refond Optoelectronics vertreibt.

Das Unternehmen fordert in den Verfahren eine dauerhafte Unterlassung, Schadenersatz sowie Rückruf und Vernichtung der betroffenen Produkte. Nach Angaben von ams OSRAM verstoßen bestimmte Automotive-LEDs der Ceramic- und EMC-Baureihen von Refond gegen mehrere firmeneigene Patente.

Sechs Patente betroffen

Insgesamt werden sechs Patente geltend gemacht. Diese schützen laut dem Konzern Technologien, die hocheffiziente, robuste und kompakte Lichtquellen mit hoher Leuchtdichte ermöglichen – Eigenschaften, die für den Einsatz in Kraftfahrzeugen erforderlich seien.

Die rechtlichen Schritte sind das Ergebnis einer kontinuierlichen Marktbeobachtung durch ams OSRAM. Sie bauen auf Maßnahmen auf, die das Unternehmen 2025 im Bereich der Horticulture-LEDs eingeleitet hatte und nun auf den Automotive-Sektor ausweitet. Der Konzern investiert nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten intensiv in Forschung und Entwicklung von LEDs für Automobilanwendungen.

CEO betont Bedeutung von IP-Rechten

Aldo Kamper, CEO von ams OSRAM, erklärte: „Mit diesen Klagen bekräftigen wir erneut unser entschlossenes Engagement für Vertrauen, Verlässlichkeit und fairen Wettbewerb im Markt. Nur wenn geistige Eigentumsrechte von allen Marktteilnehmern respektiert werden, können Verbraucher darauf vertrauen, den vollen Gegenwert der Technologie in den von ihnen erworbenen Produkten zu erhalten.“

Die Automotive-LED-Produkte von ams OSRAM werden nach Unternehmensangaben von Autoherstellern weltweit wegen ihrer Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und IP-Sicherheit geschätzt. Das Unternehmen prüft weitere rechtliche Schritte, um die Marktintegrität zu wahren.

Dr. Jörg Strauss, Leiter der Business Line OS Performance Photonics, betonte: „Unsere leistungsstarken und qualitativ hochwertigen Automotive-LEDs genießen das Vertrauen von Kunden und Partnern weltweit. Wir müssen die geistigen Eigentumsrechte schützen, die unseren und ihren Interessen gleichermaßen zugutekommen, und werden weiterhin daran arbeiten, ein transparentes und faires Marktumfeld für alle Beteiligten zu schaffen.“

Die ams OSRAM Gruppe mit Hauptsitz in Premstätten bei Graz und Co-Hauptsitz in München ist ein Anbieter von Licht- und Sensorlösungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 18.500 Mitarbeitende weltweit und erzielte 2025 einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Die Gruppe hält rund 12.000 erteilte und angemeldete Patente.

Quelle: https://ams-osram.com/de/news/press-releases/ams-osram-expands-ip-enforcement-actions-to-protect-automotive-led-innovations-from-unauthorized-use

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