ams-Osram steigert Umsatz – Verlust vervierfacht

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Chip- und Sensorenhersteller ams-Osram hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,601 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von sechs Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Verlust stieg jedoch deutlich auf 276 Millionen Euro.

Der österreichisch-deutsche Konzern ams-Osram verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 Erlöse von 1,601 Milliarden Euro. Das sind sechs Millionen Euro mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Gleichzeitig verschlechterte sich das Ergebnis massiv: Der Fehlbetrag kletterte von 81 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf nunmehr 276 Millionen Euro. Das gab das in Zürich börsennotierte Unternehmen am Dienstag bekannt.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sank von 240 Millionen Euro auf 178 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung erhöhte sich binnen drei Monaten von 1,071 Milliarden Euro Ende März auf 1,288 Milliarden Euro Ende Juni. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag 30. Juni auf 994 Millionen Euro. In dieser Summe sind die Einnahmen aus dem Verkauf des Geschäfts mit nicht-optischen Sensoren noch nicht enthalten. Der Kaufpreis wurde erst am 1. Juli 2026 verbucht.

Drei Geschäftsbereiche verkauft

ams-Osram hat sich von mehreren Geschäftsbereichen getrennt. Das Speziallampengeschäft ging Anfang März 2026 an Ushio Inc., das nicht-optische Mixed-Signal-Sensorgeschäft wurde am 1. Juli 2026 an Infineon veräußert. Anfang Mai 2026 unterzeichnete der Konzern zudem den Verkauf des CMOS-Bildsensorgeschäfts an Indie Semiconductors.

Aus diesen drei Transaktionen erwartet das Unternehmen insgesamt Erlöse von rund 700 Millionen Euro. Bisher flossen davon etwa 660 Millionen Euro. Der Abschluss des Verkaufs des Bildsensorgeschäfts steht noch aus.

Prognose für Gesamtjahr bestätigt

Für das dritte Quartal rechnet ams-Osram mit Umsätzen zwischen 770 Millionen Euro und 870 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 16 Prozent liegen, plus oder minus 1,5 Prozentpunkte. An der Prognose für das Gesamtjahr hält der Konzern fest – allerdings mit einer etwas niedrigeren EBITDA-Marge als ursprünglich angenommen.

Quelle: APA

Worüber spricht Leoben morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.