Amstetten führt kollegiale Dreier-Spitze ein

Die Stadtgemeinde Amstetten setzt auf ein neues Führungsmodell: Drei Personen teilen sich künftig die Leitung der Verwaltung. Mag. Martin Heiligenbrunner verstärkt seit September das Team um Mag. Kerstin Kronsteiner und Markus Györök, MA.
Die Stadtgemeinde Amstetten strukturiert ihre Verwaltungsspitze um und setzt dabei auf ein in Österreich einzigartiges Modell: Eine kollegiale Führung aus drei Personen übernimmt gemeinsam die Leitung. Das Trio arbeitet in strategischen Fragen zusammen, in den jeweiligen Fachbereichen agieren die Mitglieder unabhängig voneinander.
Das neue Führungsteam besteht aus Mag. Kerstin Kronsteiner, Markus Györök, MA und dem neu hinzugekommenen Mag. Martin Heiligenbrunner. Heiligenbrunner hat seine Arbeit im Rathaus mit September aufgenommen. Die Aufgabenverteilung wurde im Vorfeld gemeinsam erarbeitet.
Aufgabenteilung nach Fachbereichen
Verwaltungsdirektorin Kronsteiner verantwortet die Leitung der Verwaltung sowie die Bereiche Gesellschaft, Soziales und Polizei. Stadtamtsdirektor Heiligenbrunner zeichnet für sämtliche Bauangelegenheiten, Stadtentwicklungsthemen und die Ortsvorstehungen verantwortlich. Personaldirektor Györök bleibt wie bisher für Personalangelegenheiten und Bildung zuständig.
Heiligenbrunner setzt auf Partizipation statt Bürokratie
Der neue Stadtamtsdirektor beschreibt seine Leitsätze mit „Mit Weitblick planen, Bewährtes bewahren und Neues ermöglichen“ sowie „Partizipation statt Bürokratie: Gemeinsam die Zukunft gestalten“. Sein Ziel sei es, durch sinnvolle Neuerungen und Digitalisierung den Kontakt zur Stadt zu erleichtern.
Eine moderne und transparente Verwaltung, die lösungsorientiert arbeite, solle in Ergänzung mit bestehendem Wissen und bewährten Abläufen das Fundament für Neues bilden. Wo möglich und sinnvoll, sollen Prozesse gemeinsam vereinfacht und bürokratische Hürden abgebaut werden.
Seinen Führungsstil beschreibt Heiligenbrunner als „Teamarbeit auf Augenhöhe“. Wertschätzung, offene Kommunikation und Raum für Feedback sowie neue Ideen seien seiner Ansicht nach der Schlüssel für ein motiviertes Team. Erfolg gelinge nur miteinander, von der Sachbearbeitung bis zur Leitung.
Werdegang und Privates
Martin Heiligenbrunner wurde 1979 in Amstetten geboren und wuchs in Hausmening auf. Aktuell lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Ulmerfeld. Nach der Matura am Bundesrealgymnasium Waidhofen/Ybbs begann er 1998 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.
Während des Studiums arbeitete er für eine Wiener Rechtsanwaltskanzlei mit Schwerpunkt im öffentlichen Wirtschaftsrecht. Sein beruflicher Werdegang startete als Rechtspraktikant am Bezirksgericht Hernals, am Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien sowie am Landesgericht St. Pölten. Danach sammelte er auf der Wirtschaftskammer Niederösterreich in der Sparte Handel Erfahrung.
Von 2005 bis 2026 war die Bezirksverwaltung des Magistrats der Stadt Waidhofen/Ybbs sein beruflicher Tätigkeitsbereich. Seine Erfahrung im Verwaltungsrecht brachte er in dieser Zeit auch in einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei für öffentliches Recht ein.
In seiner Freizeit reist Heiligenbrunner gerne und verbringt viel Zeit in den Bergen. Zudem ist er Obmann des Vereins „Die Muntermacher“, der den Regionalmarkt in Ulmerfeld organisiert.
Quelle: https://www.amstetten.at/aktuelles/fuehrungstrio-bringt-neuen-stil-ins-rathaus
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