Amstetten prüft KI-Tool für Straßenerhaltung

Eine Delegation aus Amstetten hat sich in Wels über ein innovatives KI-Werkzeug zur Stadtentwicklung informiert. Die oberösterreichische Stadt nutzt seit dem Frühjahr ein System, das mit Handykameras auf Müllfahrzeugen den Zustand der Straßen erfasst.
Eine Delegation aus Amstetten hat die Stadt Wels besucht, um sich über moderne Werkzeuge für Stadtentwicklung und Straßenerhaltung zu informieren. Im Zentrum des Austauschs stand ein KI-Tool, das die oberösterreichische Stadtverwaltung seit heuer im Frühjahr einsetzt.
Das System funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Ein Handy wird in einem Müllfahrzeug befestigt und fotografiert während der Fahrt den Straßenraum. Da die Müllfahrzeuge regelmäßig alle Straßen befahren, entsteht nach der Auswertung der Fotos durch die künstliche Intelligenz eine Übersicht über den Straßenzustand. Die zuständigen Techniker können dadurch Schäden schnell erkennen und Arbeitsaufträge sowie Jahresplanungen erstellen. Das KI-Tool wird mittlerweile auch in europäischen Großstädten erfolgreich verwendet.
Entlastung für die Verwaltung im Fokus
„Wir wollen unserer eigenen Verwaltung Werkzeuge in die Hand geben, die ihnen mühsame und teure Arbeitsvorgänge ersparen“, berichtete der für Stadtentwicklung zuständige Vizebürgermeister Markus Brandstetter. Gerade in Zeiten, in denen Aufgaben komplexer werden und laufend neue Arbeitsfelder hinzukommen, müsse man genau prüfen, wo das Team entlastet werden könne. Für die Delegation sei es ein wichtiger Austausch gewesen, da es um Praxistauglichkeit und vor allem auch rechtliche Fragen gehe.
Bauausschussvorsitzender Gemeinderat Bernhard Wagner betonte: „Wir lassen aktuell prüfen, ob dies im Rahmen der Amstettner Stadtverwaltung eingesetzt werden kann.“ Wichtig sei, dass solche Anwendungen in erster Linie dem Menschen dienen und eine Entlastung im täglichen Arbeitsablauf darstellen.
Regelmäßiger Austausch zwischen Städten
In den vergangenen Jahren stand Amstetten mit seinen Projekten regelmäßig im Fokus von Besuchergruppen. Das Spektrum der Besucher reichte von Vertretern der Landeshauptstädte bis hin zu Expertenrunden. Die Amstettner Stadtpolitik nutzt ihrerseits ebenfalls regelmäßig den Austausch mit anderen Städten.
Der Amstettner Delegation mit Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Gemeinderat Bernhard Wagner und Referatsleiter Ing. Christian Hauss standen in Wels DI Patrick Scherer (Projektleiter Wels) und Stadtrat Stefan Ganzert zur Verfügung.
Quelle: https://www.amstetten.at/aktuelles/austausch-mit-wels-werkzeuge-fuer-die-stadtentwicklung
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