Andritz steigert Auftragseingang um 25,2 Prozent

Der internationale Technologiekonzern Andritz verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein starkes Wachstum. Der Auftragseingang kletterte auf 5,9 Milliarden Euro, der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekordwert.
Andritz hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Zuwachs beim Auftragseingang erzielt. Dieser stieg um 25,2 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, angetrieben durch ein besonders starkes erstes Quartal. Das Wachstum wurde vor allem durch die Nachfrage nach erneuerbarer Energie, Elektrifizierung und Ressourceneffizienz gestützt.
Der Umsatz des Konzerns wuchs um 5,2 Prozent, während sich die Profitabilität verbesserte. Die vergleichbare EBITA-Marge stieg auf 8,6 Prozent, nachdem sie im ersten Halbjahr 2025 noch bei 8,3 Prozent gelegen hatte. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 201 Millionen Euro, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 191,6 Millionen Euro.
Der Auftragsbestand erreichte mit 12.602,1 Millionen Euro einen neuen Höchststand. Das entspricht einem Anstieg von 20,5 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2025 und bildet eine solide Basis für die Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen.
Wasserkraft, Zellstoff und Metalle treiben Wachstum
Der Zuwachs beim Auftragseingang wurde maßgeblich durch den Bereich Wasserkraft getrieben, der auf 2.445,9 Millionen Euro zulegte – ein Plus von 81,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Zu den eingegangenen Aufträgen zählten die Modernisierung des Wasserkraftwerks Strandfossen in Norwegen sowie fünf Synchronkondensatoren für Kolumbien. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um 12,5 Prozent.
Im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier erhöhte sich der Auftragseingang auf 1.886,3 Millionen Euro, was einem Wachstum von 8,8 Prozent entspricht. Der Bereich profitierte von Investitionen in neue Zellstofffabriken, insbesondere in China. Der Umsatz legte um 6,6 Prozent zu.
Bei Metallen stieg der Auftragseingang auf 910,1 Millionen Euro, ein Anstieg von 4,3 Prozent. Zu den bedeutenden Aufträgen gehörten Verarbeitungslinien in Indien und China zur Produktion hochfester Stähle sowie Schlüsselausrüstung für ein neues Edelstahlwerk für Saritas in der Türkei. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent.
Der Bereich Umwelt und Energie verzeichnete hingegen einen Rückgang. Der Auftragseingang sank um 12,7 Prozent auf 677,4 Millionen Euro. Während die Investitionstätigkeit in einigen Umweltmärkten verhalten blieb, entwickelte sich die Nachfrage im Segment Futtermittel und Biotreibstoffe positiv. Der Umsatz ging leicht um 2 Prozent zurück.
CEO bestätigt Jahresprognose
Joachim Schönbeck, CEO von Andritz, zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns sehr über unseren Rekordauftragseingang im ersten Halbjahr 2026. Es ist ein starkes Zeichen des Vertrauens, das unsere Kunden in Andritz setzen, und unsere Verpflichtung zu liefern. Daher bleiben wir auf eine disziplinierte Projektabwicklung fokussiert und bestätigen unsere Prognose für 2026.“
Der Konzern bekräftigte seine Jahresprognose für 2026. Andritz erwartet weiterhin eine Rückkehr zum Wachstum und Umsätze in einer Bandbreite von 8 bis 8,3 Milliarden Euro. Die vergleichbare EBITA-Marge soll zwischen 8,7 und 9,1 Prozent liegen.
Entwicklung im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal 2026 belief sich der Auftragseingang auf 2.321,9 Millionen Euro, was einem leichten Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal 2025 entspricht. Der Umsatz beschleunigte sich auf 2.050,7 Millionen Euro, ein Wachstum von 8,5 Prozent.
Die vergleichbare EBITA stieg im zweiten Quartal auf 182,4 Millionen Euro, ein Plus von 14,9 Prozent. Die Profitabilität verbesserte sich deutlich auf 8,9 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal 2025 bei 8,4 Prozent gelegen hatte. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 109,2 Millionen Euro, ein Anstieg von 6,6 Prozent.
Der Technologiekonzern mit Sitz in Österreich wurde 1852 gegründet und beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter an 280 Standorten in über 80 Ländern. Das börsennotierte Unternehmen liefert Anlagen, Ausrüstungen, Dienstleistungen und digitale Lösungen für verschiedene Industrien.
Quelle: https://www.andritz.com/newsroom-en/news/2026-07-30-results-h1-2026-group
Worüber spricht Graz morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.