Anthropic-Börsengang: bis zu 2 Billionen Dollar

Mona HopfingerMona Hopfinger
Gehirn mit 2 Billionen USD, Bitcoin und Wachstumsdiagramm, Schalter und 2026
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Börsengang von Anthropic steht unmittelbar bevor.

Das KI-Unternehmen Anthropic bereitet seinen Börsengang vor. Die angestrebte Bewertung liegt zwischen 1,5 und 2 Billionen US-Dollar. Dabei behalten die sieben Mitgründer über eine einzige Aktie der Klasse F die Kontrolle: Sie halten 50,1 Prozent der Stimmrechte, während neue Investoren zwar am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt sind, aber kaum Mitsprache haben.

Im ersten Halbjahr steigerte Anthropic den Umsatz deutlich – von 1,2 Milliarden auf 16,3 Milliarden Dollar. Anleger müssen dennoch rund 50 Dollar zahlen, um einen Dollar Umsatz zu erwerben. Profitabel ist das Unternehmen nicht: Der Halbjahresverlust beträgt 80,7 Milliarden Dollar, wovon 72 Milliarden auf Bewertungseffekte ohne tatsächlichen Geldabfluss entfallen.

Parallelen zu SpaceX-Börsengang

Die Struktur erinnert an den SpaceX-Börsengang im Juni. Wer zeichnet, setzt auf künftige Gewinne in der KI-Branche. Ob sich die Milliarden-Investitionen auszahlen, ist offen. 2026 könnte als Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Tech-Konzerne noch einmal massiv Kapital einsammelten.

Inflation in Europa steigt auf Dreijahreshoch

In Europa kletterte die Inflation im Oktober auf 4 Prozent – der höchste Wert seit drei Jahren. Haupttreiber sind die Energiepreise, die im Jahresvergleich um fast 21 Prozent zulegten.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde verlässt die Notenbank am 7. Februar 2027, neun Monate vor dem offiziellen Ende ihrer Amtszeit. Potenzielle Nachfolger positionieren sich bereits. Hohe Schulden, steigende Inflation und schwache Konjunktur stellen die künftige Führung vor große Aufgaben.

Lindt & Sprüngli in Turbulenzen

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli wird an der Börse mit rund 20 Milliarden Schweizer Franken bewertet. Aktionäre, die zur Generalversammlung kommen oder eine Vollmacht erteilen, erhalten ein Produktpaket mit rund 3,5 Kilogramm Inhalt – Versand allerdings nur innerhalb der Schweiz.

In den vergangenen Monaten geriet das Traditionsunternehmen unter Druck. Der Aktienkurs sank deutlich, der CEO musste gehen. Das Unternehmen befindet sich im Umbruch.

US-Zwischenwahlen sorgen für Nervosität

Die Midterms in den USA brachten beide Kammern des Kongresses an die Demokraten. Der Senatssitz in Texas ging erstmals seit fast vier Jahrzehnten an die Demokraten. Ab Jänner entscheidet ein Kongress der anderen Partei über Haushalt und Gesetze.

Die Börsen reagierten zunächst nervös: Die Futures auf den Nasdaq 100 fielen deutlich, der Nikkei verlor rund 3 Prozent und erreichte ein Fünfmonatstief. Bereits am Vormittag drehte die Stimmung, der DAX schloss deutlich höher, nahe seinem Rekordhoch. Erwartet wird, dass der Machtwechsel eine strengere Regulierung der Künstlichen Intelligenz bringt.

Quelle: https://www.fh-joanneum.at/news/woechentlicher-boersenbrief-165

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