Antony Gormley errichtet 110 Meter lange Skulptur in Südkorea

Pia ProdingerPia Prodinger
© ropac.net

Der britische Bildhauer Antony Gormley wird im Frühjahr 2027 eine monumentale Installation am Wonpyeong Beach auf der Insel Bigeum in Südkorea enthüllen. Die 110 Meter lange und 25 Meter hohe Stahlskulptur liegt direkt auf den Wattflächen des Strandes.

„Elemental“ ist nach Angaben des Künstlers sein bisher ambitioniertestes Werk. Die aus Edelstahl-Raumfachwerken konstruierte Skulptur erstreckt sich über eine Länge von 110 Metern und erreicht eine Höhe von 25 Metern. Sie befindet sich auf der Insel Bigeum in der Provinz South Jeolla.

Die Geometrie der Arbeit leitet sich von den Proportionen des menschlichen Körpers im Maßstab des Geländes ab. Das Werk ist so konzipiert, dass es zu Fuß umrundet und durchschritten werden kann.

Zwischen Gebirgskette und menschlichem Körper

Gormley beschreibt die Skulptur als Evokation einer Gebirgskette, eines Kristallclusters und eines abstrakten menschlichen Körpers, der auf der Erde liegt. Die Silhouette bezieht sich auf die flachen Inseln, die vom Strand aus sichtbar sind. „Der Körper ist Material; Körper und Erde sind ein Kontinuum“, schreibt der Künstler in seiner Stellungnahme zu dem Werk. „Hier ist ein Körper als Berg. Hier ist ein Körper, gezeichnet als Gebäude.“

Gezeiten prägen das Kunstwerk

Die Skulptur ist zweimal täglich den Gezeiten ausgesetzt. Bei Flut wird das Werk teilweise vom Meer bedeckt. Im Laufe der Zeit wird erwartet, dass sich Meeresbewuchs wie Seepocken und Muscheln am unteren Teil der Struktur ansammelt und die Arbeit als Teil der umfassenderen Umwelt registriert.

Gormley äußerte sich zur Wahl des Standorts: „Bigeum Island ist nicht nur ein Ort, sondern ein Raum, in dem das einzigartige Ökosystem des Landes und die Lebensweise, die seit langem damit verbunden sind, noch immer durchdringen.“ Er sei tief bewegt gewesen von der harmonischen Lebensweise zwischen den Bewohnern und dem Meeresleben, das entlang der Gezeiten lebt. Er wolle die natürlichen Wälder und flachen Strände ehren und einen Ort schaffen, an dem menschliches und nicht-menschliches Leben koexistieren könne.

Quelle: https://ropac.net/news/3099-antony-gormley-elemental

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