Apetlon eröffnet erste E-Bike-Ladestation Burgenlands

In Apetlon ist die erste Fahrrad-Tankstelle des Burgenlands in Betrieb gegangen. Die neue Station bietet Lademöglichkeiten für E-Bikes, eine Rastmöglichkeit und einen Verkauf von Getränken und Snacks.
Burgenland Energie hat am Mittwoch gemeinsam mit der Gemeinde Apetlon den ersten Energiewende-Platz des Burgenlands eröffnet. Bei der Feier waren neben Bürgermeisterin Silvia Pitzl und Gemeinderäten auch Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler anwesend.
Stephan Sharma, Geschäftsführer von Burgenland Energie, betonte die Energieunabhängigkeit der Gemeinde: „Apetlon ist zu 70 Prozent energieunabhängig. 70 Prozent des Strom- und Wärmebedarf produziert ihr jetzt selber mit Sonne und Wind - mit PV, Speicher, Wärmepumpen und der Energiegemeinschaft.“ Die Gemeinde habe sich zu einer Vorzeigegemeinde im Bereich Klimaschutz entwickelt.
E-Bike-Ladestation mit Rastplatz
Die neue Fahrrad-Tankstelle ermöglicht das Aufladen von E-Bikes mit erneuerbarem Strom. Zusätzlich steht ein Container als Raststation zur Verfügung, wo Getränke und Snacks gekauft werden können. Die Anlage verfügt über eine Photovoltaik-Anlage und einen Speicher.
Bürgermeisterin Pitzl erklärte die Motivation der Gemeinde: „Apetlon hat sich im vergangenen Jahr über alle Parteigrenzen hinweg dafür entschieden, dass wir eine Energievorzeigegemeinde sein wollen.“ Man setze auf erneuerbare Energien, damit künftige Generationen von diesen Entscheidungen profitieren könnten.
Umfangreiche Energieprojekte umgesetzt
In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Gemeindegebäude mit Photovoltaik-Dachanlagen ausgestattet. Batteriespeicher ermöglichen die Nutzung des Sonnenstroms auch bei fehlender Sonneneinstrahlung. Der Fußballplatz erhielt eine moderne LED-Flutlichtanlage.

Im September sollen weitere Straßen mit energieeffizienten LED-Lampen ausgestattet und zusätzliche Ladestationen für Elektroautos errichtet werden. Die Gemeinde ist Teil der größten Energiegemeinschaft Europas, dem Fanclub Burgenland Energieunabhängig, und nutzt Strom aus burgenländischen Wind- und Photovoltaik-Anlagen.
Volksschule als Energiezentrum
Besonders hervorgehoben wurde die Einbindung der Volksschule in das Programm. Die Schule verfügt über eine eigene PV-Anlage am Dach und produziert selbst Strom. Für die Heizung wird eine burgenländische Luftwärmepumpe genutzt, Gas kommt nicht mehr zum Einsatz.

Die Volksschulkinder eröffneten den Energiewende-Platz mit einem eigenen Energiewende-Lied. Die neue Station liegt in einer der größten Radfahrregionen Österreichs und bietet Radfahrenden die Möglichkeit, ihre E-Bikes aufzuladen und sich auf dem Weg zum tiefsten Punkt Österreichs bei der Langen Lacke zu stärken.
Quelle: https://www.burgenlandenergie.at/de/mediathek/e-bike-tankstelle-raststation
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