APG legt Planungstrasse für Stromleitung in Kärnten vor

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Austrian Power Grid hat die Planungstrasse für die geplante 380-kV-Hochspannungsleitung zwischen Lienz und Obersielach präsentiert. Die 193 Kilometer lange und 70 Meter breite Trasse wurde nach Gesprächen mit Gemeinden und Anrainern angepasst.

Die Austrian Power Grid (APG) hat am Dienstag die Planungstrasse für den Lückenschluss der 380-kV-Hochspannungsleitung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach in Kärnten veröffentlicht. Die Trasse ist 193 Kilometer lang und 70 Meter breit. Sie basiert auf der Grobtrasse, wurde aber nach Gesprächen mit Gemeinden und Anrainern überarbeitet.

Ein Viertel der nun präsentierten Planungstrasse verläuft außerhalb der ursprünglichen Grobtrasse. „Die Anpassungen sind das Ergebnis des umfassenden Dialogs mit den Gemeinden und Grundeigentümer:innen sowie der kontinuierlichen fachlichen Prüfung“, erklärte APG-Projektleiter Wolfgang Hafner. Wo es technisch, topografisch und ökologisch möglich gewesen sei, habe man auf Anregungen und Wünsche von Gemeinden und Bürgern reagiert.

Mastenstandorte und Detailuntersuchungen folgen

In den kommenden Monaten konzentrieren sich die Planungen auf die Festlegung der Mastenstandorte und Zufahrtsstraßen. Zudem werden geologische und ökologische Detailuntersuchungen durchgeführt. Die Feintrasse soll im Spätherbst präsentiert werden.

Danach stehen noch Genehmigungsverfahren inklusive Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die Bauphase an. Die neuen Leitungen sollen spätestens 2035 in Betrieb gehen.

Parallel entsteht 110-kV-Leitung

Die Kärnten Netz GmbH, eine Tochter der Kelag, ist Kooperationspartner des Projekts. Von Oberdrauburg bis Obersielach wird parallel zur neuen 380-kV-Leitung eine neue 110-kV-Leitung verlegt. Acht Umspannwerke werden neu errichtet.

Nach der Inbetriebnahme können 140 Kilometer bestehende 110-kV-Leitungen zwischen Lienz und Villach sowie zwischen Brückl und Obersielach demontiert werden.

Projekt zwischen Unterstützung und Widerstand

Mit dem Ringschluss soll die Energieversorgung Österreichs stabiler und sicherer werden. Während die Industrie öffentlich stark für das Projekt eintritt, gibt es Bürgerinitiativen, die es bekämpfen. Die Projektbetreiber betonen, dass aus Sicht der EU-Kommission ein überragendes öffentliches Interesse bestehe.

Quelle: APA

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