APG und IV Kärnten werben für Netzausbau-Projekt

Der Übertragungsnetzbetreiber APG und die Industriellenvereinigung Kärnten sprechen sich für das Projekt Netzraum Kärnten aus. Die geplante 380-kV-Leitung soll die letzte Lücke im österreichischen Versorgungsring schließen.
Der Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) und die Industriellenvereinigung (IV) Kärnten haben sich bei einem Treffen im APG-Infocenter in Klagenfurt für das Infrastrukturprojekt Netzraum Kärnten ausgesprochen. Das Vorhaben soll die einzige noch bestehende Lücke im 380-kV-Versorgungsring Österreichs schließen.
Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der APG, betonte die Bedeutung der Leitung für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Zudem ermögliche das Projekt den Zugang zu preisgünstigem Strom, was für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie entscheidend sei.
IV Kärnten sieht Projekt als Standortvorteil
Die Industriellenvereinigung Kärnten unterstützt den Ausbau der Strominfrastruktur nachdrücklich. Timo Springer, Präsident der IV Kärnten, bezeichnete eine leistungsfähige Strominfrastruktur als grundlegende Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Das Projekt schaffe die Basis für eine sichere Energieversorgung, wettbewerbsfähige Strompreise, Investitionen und hochwertige Arbeitsplätze.
Die hohe Zahl an Netzzugangsanfragen zeige die Bedeutung einer starken Netzinfrastruktur, hieß es. Rechenzentren und energieintensive Betriebe würden sich dort ansiedeln, wo Strom in ausreichender Menge, hoher Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sei. Derzeit profitierten davon vor allem der Osten Österreichs sowie Oberösterreich, wo bereits eine leistungsstarke 380-kV-Strominfrastruktur existiere.
Zugang zu nachhaltigem Strom als Standortfaktor
Wolfgang Hafner, Projektleiter bei der APG, erklärte, dass mit dem Netzraum Kärnten die Voraussetzung geschaffen werde, damit künftig auch Kärnten verstärkt von Investitionen profitieren könne. Der Zugang zu leistbarem, nachhaltigem Strom werde zu einem entscheidenden Standortfaktor für neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Bundesland.
Das Projekt Netzraum Kärnten ist eine Kooperation von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz (KNG-Kärnten Netz). Es sieht eine 380-kV-Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei Völkermarkt in Kärnten sowie einen umfassenden Ausbau und die Verstärkung des Kärntner 110-kV-Netzes vor. Die bestehenden Leitungen seien stark ausgelastet und hätten ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Das Vorhaben soll die Stromversorgung sichern, die zusätzliche Einspeisung von Strom aus erneuerbarer Energie ermöglichen und den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen unterstützen.
Quelle: OTS
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