Arbeitslosigkeit im Burgenland steigt

Ende Oktober waren im Burgenland 8.112 Personen arbeitslos gemeldet, weitere 1.868 befanden sich in Schulungen. Besonders stark betroffen sind Langzeitarbeitslose mit einem Plus von 16,3 Prozent, so der ORF.
Im Burgenland hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im Oktober weiter verschärft. 8.112 Burgenländerinnen und Burgenländer waren Ende des Monats ohne Beschäftigung vorgemerkt, dazu kamen 1.868 Personen in Schulungsmaßnahmen. Bei Frauen stieg die Arbeitslosigkeit um 5,9 Prozent, bei Männern um 2,3 Prozent.
Österreichweit waren Ende Oktober 389.941 Personen arbeitslos oder in Schulung – ein Anstieg um 0,5 Prozent bzw. 1.823 Personen gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz zum Burgenland ging die Arbeitslosigkeit bei Männern bundesweit zurück.
Langzeitarbeitslose besonders betroffen
Den stärksten Zuwachs verzeichneten im Burgenland Langzeitarbeitslose mit plus 16,3 Prozent. Auch Jugendliche unter 25 Jahren waren überdurchschnittlich betroffen – hier stieg die Arbeitslosigkeit um 6,6 Prozent. Bei Personen ab 50 Jahren wurde ein Anstieg um 4,1 Prozent registriert.
„Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich zuletzt zwar leicht verbessert, eine rasche und nachhaltige Entspannung am Arbeitsmarkt ist derzeit noch nicht zu erwarten“, erklärte Karin Steiner, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland. Der Konjunkturaufschwung sei zu schwach, um spürbare Impulse zu setzen. Globale Unsicherheiten und die Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Investitionen wirkten sich weiterhin negativ aus.
Gesundheitswesen und Bau mit höchsten Anstiegen
Nach Branchen aufgeschlüsselt verzeichnete der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen mit 12,8 Prozent den höchsten Anstieg, gefolgt vom Bau mit plus 8,6 Prozent und der Beherbergungs- und Gastronomiebranche mit plus 4,8 Prozent.
Regional entwickelte sich die Lage unterschiedlich: Im Bezirk Mattersburg stieg die Arbeitslosigkeit um 10,7 Prozent, in der Arbeitsmarktregion Stegersbach/Jennersdorf um 10,1 Prozent und in Eisenstadt um 7,2 Prozent. Einzig der Bezirk Neusiedl am See verzeichnete einen Rückgang um 2,6 Prozent.
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank im Jahresvergleich um 13,5 Prozent. Bei den offenen Lehrstellen gab es einen Rückgang um 5,7 Prozent, während die Zahl der Lehrstellensuchenden stark um 26,1 Prozent anstieg.
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