Arbeitslosigkeit in Salzburg im Juli erneut gestiegen

In Salzburg ist die Arbeitslosigkeit im Juli weiter angestiegen. Trotzdem weist das Bundesland mit 3,8 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote nach Tirol auf, so der ORF.
Die Zahl der Arbeitslosen in Salzburg ist im Juli erneut gestiegen. Das Bundesland verzeichnet dennoch mit 3,8 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote nach Tirol. In ganz Österreich liegt die Quote bei 6,9 Prozent, mehr als 350.000 Personen sind aktuell ohne Beschäftigung.
Ältere und Frauen besonders betroffen
Bei Personen ab 50 Jahren verzeichnete die Arbeitslosigkeit den stärksten Anstieg mit plus 6,2 Prozent auf rund 3.300 Betroffene. In dieser Altersgruppe nahm vor allem der Anteil arbeitsloser Frauen zu: Im Jahresvergleich gibt es 10,7 Prozent mehr arbeitslose Frauen (+146 auf 1.508 Personen) und 2,8 Prozent mehr arbeitslose Männer (+52 auf 1.884 Personen).
„Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Menschen länger und bei guter Gesundheit im Unternehmen bleiben“, sagte Julia Kröll, Landesgeschäftsführerin des AMS.
Insgesamt sind Frauen stärker von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Wie bereits in den Vormonaten stieg die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 4,5 Prozent (+229 auf 5.301 Personen) stärker als bei Männern mit 2,8 Prozent (+155 auf 5.791 Personen).
2.539 Personen sind langzeitbeschäftigungslos und damit länger als ein Jahr ohne Arbeit. Das bedeutet einen Anstieg von 12,3 Prozent beziehungsweise 279 Personen im Vergleich zum Vorjahr.
Regionale Unterschiede: Nur Pongau mit Rückgang
Wie schon in den Vormonaten verzeichnete der Pongau auch Ende Juli einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 2,1 Prozent auf 1.143 Personen. In den fünf anderen Bezirken stieg die Arbeitslosigkeit an, am stärksten im Lungau mit 11,7 Prozent beziehungsweise 21 Personen auf 200 arbeitslose Personen.
Handel und Gastronomie mit meisten Arbeitslosen
Die Branche mit den aktuell meisten arbeitslosen Personen ist der Handel mit 2.127 Personen (+0,8 Prozent beziehungsweise +17 Personen). Den größten Zuwachs an Arbeitslosigkeit gab es Ende Juli in der Beherbergung und Gastronomie mit 11,5 Prozent (+149 Personen) auf 1.448 Personen. Ein Rückgang ist etwa in der Branche Verkehr und Lagerei zu verzeichnen (-2,9 Prozent beziehungsweise -21 auf 708 Personen).
Insgesamt sind Ende Juli beim AMS Salzburg 5.997 sofort verfügbare, offene Stellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 9,2 Prozent (-605) im Vergleich zum Vorjahr.
Worüber spricht Salzburg morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.