ARBÖ kritisiert geplante Parkgebühren-Erhöhung in Graz

Mona HopfingerMona Hopfinger
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Der ARBÖ Steiermark lehnt die geplante Anhebung der Parkgebühren in Graz scharf ab. Präsident Klaus Eichberger sieht darin eine Bestrafung der Autofahrer für das Versagen der Stadtpolitik.

Die Stadt Graz plant, die Parkgebühren zu erhöhen, um die angespannten Stadtfinanzen zu sanieren. Der ARBÖ Steiermark übt daran massive Kritik. Klaus Eichberger, Präsident des Autofahrerklubs, bezeichnet die Ankündigung als „bodenlose Frechheit“ und „Schlag ins Gesicht“ für alle Menschen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind.

Eichberger stellt die Frage, warum jene, die in Graz leben, arbeiten, einkaufen oder Besuche tätigen, für die Versäumnisse der Stadtregierung aufkommen müssen. Er sieht darin keine sinnvolle Verkehrs- und Finanzpolitik, sondern eine Bestrafung der Bevölkerung für politisches Versagen.

Graz bereits jetzt unter den teuersten Städten

Mit einem Stundentarif von 2,60 Euro in der blauen Zone gehört die steirische Landeshauptstadt bereits zu den teuersten Städten Österreichs. Eine weitere Erhöhung würde laut Eichberger auch die Betriebe in der Grazer Innenstadt treffen. Während in der City hohe Parkgebühren anfallen, würden Einkaufszentren am Stadtrand mit kostenlosen Stellplätzen locken. Hohe Parkgebühren seien die beste Werbung für Shoppingtempel mit gratis Parkmöglichkeiten, so der ARBÖ-Präsident.

Ablehnung weiterer Belastungen für Autofahrer

Der ARBÖ lehnt nicht nur die geplante Parkgebühren-Erhöhung ab, sondern auch weitere diskutierte Maßnahmen. Dazu zählen die Aufweichung des Dieselprivilegs, die Anhebung der Mineralölsteuer oder die Verschärfung der Dienstwagenregelung.

Eichberger betont, dass Pendler, Familien und alle, die auf ein eigenes Auto angewiesen sind, nicht weiter bestraft werden dürften. „Autofahren ist längst kein Selbstzweck mehr, sondern notwendig, um den Arbeitsplatz zu erreichen oder das soziale Leben zu organisieren“, erklärt er. Das Leben halte sich nicht immer an Fahrpläne, und das eigene Auto sei für die Mobilität der Menschen unumgänglich.

Bereits jetzt würden lange Baustellenphasen und tägliches Stauchaos die Autofahrerinnen und Autofahrer ärgern. Mit der geplanten Erhöhung überspanne die Stadt Graz den Bogen des Verträglichen. Die Geldbörse der steirischen Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer dürfe nicht zum Bankomaten der Stadt Graz werden, schließt Eichberger ab.

Quelle: https://www.arboe.at/medien/news/parkgebuehrenerhoehung-ist-bestrafung-der-autofahrer-fuer-versagen-der-politik

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