Ardo-Belegschaft „stinksauer“ über Sozialplan-Angebot

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Rund 190 Beschäftigte des Tiefkühlwerks Ardo in Groß-Enzersdorf sind von der Schließung betroffen. Die Gewerkschaft PRO-GE berichtet von „Enttäuschung und Wut“ – das Sozialplan-Angebot sei viel zu niedrig.

Die Stimmung unter den Mitarbeitern des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf ist angespannt. Nach Betriebsratssitzungen und einer Betriebsversammlung am Montag machte die Gewerkschaft PRO-GE erneut auf die Lage aufmerksam. „Die Belegschaft ist stinksauer“, sagte Landesgeschäftsführer Patrick Slacik gegenüber der APA. Enttäuschung und Wut würden dominieren. Am Freitag steht die nächste Verhandlungsrunde zum Sozialplan an.

Angebot wird als unzureichend abgelehnt

„Das Angebot ist viel zu niedrig“, lautete der einhellige Tenor der Beschäftigten, so Slacik. Die Belegschaft erwartet sich für die kommende Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot. Für kommenden Montag ist eine weitere Betriebsversammlung geplant, die um 8 Uhr mit einer Kundgebung einhergehen soll.

Werk schließt Ende August 2027

Die belgische Ardo-Gruppe hatte Ende September angekündigt, das Werk im Bezirk Gänserndorf Ende August 2027 zu schließen. Am Standort werden unter anderem Produkte für Iglo sowie Tiefkühl-Eigenmarken von Billa, Hofer und Spar hergestellt. Neben den 190 Beschäftigten, für die der Sozialplan verhandelt wird, sind auch 50 Leiharbeitskräfte betroffen. Heuer verarbeitete Ardo in Niederösterreich nach eigenen Angaben die Erzeugnisse von rund 270 Bauern. Die Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG), die für das Unternehmen produziert, zählt 500 Mitgliedsbetriebe.

Quelle: APA

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