Ardo-Rückzug trifft 500 Marchfeld-Betriebe

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Rückzug von Ardo Frost Austria aus Niederösterreich betrifft 500 landwirtschaftliche Betriebe im Marchfeld. Die Landwirtschaftskammer NÖ kritisiert die Entscheidung des internationalen Konzerns scharf und warnt vor dem Ersatz heimischer Produkte durch Importware.

Der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Lorenz Mayr, hat sich zur Entscheidung von Ardo Frost Austria geäußert. Der internationale Konzern zieht sich aus der Region zurück und lässt damit 500 bäuerliche Betriebe im Marchfeld zurück. Mayr spricht von einem Schlag gegen die österreichische Lebensmittelproduktion.

Über Generationen hätten die Landwirtinnen und Landwirte investiert, produziert und Verlässlichkeit bewiesen. Nun entscheide sich ein Konzern dafür, Wertschöpfung aus Österreich abzuziehen. „Das ist nicht nur eine Standortentscheidung, das ist ein Schlag gegen die österreichische Lebensmittelproduktion“, so Mayr.

Ablehnung von Importware

Die Landwirtschaftskammer werde nicht akzeptieren, dass heimisches Gemüse durch Importware ersetzt werde. Wer regionale Wertschöpfung zerstöre und gleichzeitig österreichische Konsumentinnen und Konsumenten mit Gemüse aus dem Ausland versorgen wolle, müsse sich auch der öffentlichen Diskussion stellen, betont Mayr.

Vertrauen auf AMA-Gütesiegel

Die Konsumentinnen und Konsumenten vertrauten darauf, dass dort, wo Österreich draufsteht, auch Österreich drin ist. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel sei für viele Menschen die wichtigste Orientierung beim Einkauf und ein klares Versprechen für heimische Herkunft.

Sollte durch solche Konzernentscheidungen künftig weniger österreichisches Gemüse verarbeitet werden und das AMA-Gütesiegel von den Verpackungen verschwinden, vertraue man darauf, dass viele Konsumentinnen und Konsumenten sehr genau hinschauen. Sie würden bewusst zu jenen Produkten greifen, die von heimischer Herkunft sind, so die Erwartung der Landwirtschaftskammer.

Mayr warnt abschließend: Wer glaube, österreichische Gemüseproduktion zusperren und anschließend denselben Markt mit Importware beliefern zu können, unterschätze das Bekenntnis der Konsumentinnen und Konsumenten zu den heimischen Bäuerinnen und Bauern.

Quelle: OTS

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