Ardo schließt Werk in Groß-Enzersdorf

Mathias FischerMathias Fischer
Fabrik mit rotem Kreuz und Datum August 2027, gefrorenes Gemüse im Würfel, zerbrochene Kette, Bauer auf Feld
© Mit KI (Gemini) generiert

Der belgische Konzern Ardo will sein Tiefkühlwerk in Groß-Enzersdorf im August nächsten Jahres schließen. Rund 300 Landwirte verlieren damit ihren Abnehmer für Gemüse, Konsumenten müssen künftig auf heimisches Tiefkühlgemüse weitgehend verzichten.

Groß-Enzersdorf – Das Tiefkühlwerk des belgischen Konzerns Ardo in Groß-Enzersdorf steht vor dem Aus. Die Schließung ist für August 2027 geplant. Der größte Produzent von Tiefkühlgemüse in Europa fährt derzeit einen harten Sparkurs.

Besonders die Art der Schließung sorgt für Unmut bei Landwirtschaft und Politik. Der Konzern lehnte bisher alle Versuche ab, den Betrieb zu pachten oder zu kaufen. Eine neue Fabrik lässt sich nicht so schnell aufbauen.

300 Bauern ohne Abnehmer

Die Konsequenzen sind gravierend: Rund 300 Bäuerinnen und Bauern haben keinen Abnehmer für ihr Gemüse mehr. Konsumentinnen und Konsumenten werden in den kommenden Jahren wohl weitgehend auf Tiefkühlgemüse aus Österreich verzichten müssen.

Bisher warb Iglo damit, dass der Spinat frisch aus dem Marchfeld in 180 Minuten vom Feld in die Packung kommt. Mit der Schließung des Werks ist damit Schluss.

„Eco“ berichtet über Gemüse-GAU

Das ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“ widmet der Thematik am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON einen Beitrag. Moderator Dieter Bornemann präsentiert außerdem Berichte über Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu und Europas KI-Hoffnung Mistral, die auf Linz setzt.

Quelle: OTS

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