Ardo-Schließung: Protest vor Werk in Groß-Enzersdorf

Gewerkschaften und Betriebsrat rufen für Montag, 9. November, zu einer Kundgebung vor dem Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf auf. Rund 240 Beschäftigte sind von der geplanten Schließung betroffen.
Am Montag, 9. November 2026, ab 8 Uhr findet vor dem Ardo-Werk in der Marchfeldstraße 2 eine große Protest- und Solidaritätskundgebung statt. Dazu aufgerufen haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA gemeinsam mit dem Betriebsrat. Ziel ist es, den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen.
Ende September hatte Ardo angekündigt, den Standort in Groß-Enzersdorf zu schließen. Etwa 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Über einen Sozialplan wird noch verhandelt, eine Einigung steht bisher aus.
Regionale Wertschöpfungskette bedroht
Die Schließung trifft nicht nur die Produktionsbeschäftigten bei Ardo, sondern auch landwirtschaftliche Betriebe samt deren Mitarbeitern. Im Werk wird Gemüse aus dem Marchfeld verarbeitet und für den österreichischen Markt aufbereitet – eine wichtige regionale Wertschöpfungskette steht damit auf dem Spiel.
Hochrangige Redner bei Kundgebung
Bei der Kundgebung sprechen Reinhold Binder (Bundesvorsitzender Gewerkschaft PRO-GE), Barbara Teiber (Bundesvorsitzende Gewerkschaft GPA), Markus Wieser (Präsident der AK Niederösterreich und Vorsitzender des ÖGB Niederösterreich) sowie Dietmar Breiner (Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats bei Ardo). Auch Vertreterinnen und Vertreter des Landes Niederösterreich und der Bauernschaft werden erwartet.
Quelle: OTS
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