„Ariadne auf Naxos“ aus Salzburg im ORF zu sehen

Die Salzburger Festspiele präsentieren Richard Strauss' Oper „Ariadne auf Naxos“ in einer Neuinszenierung. Der ORF überträgt die Produktion am 24. August um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON.
Nach der Übertragung von „Carmen“ zeigt der ORF die zweite große Opernneuproduktion der Salzburger Festspiele 2026. Richard Strauss' Werk „Ariadne auf Naxos“ mit einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal wird am Montag, dem 24. August, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ausgestrahlt. Der Sender 3sat zeigt die Inszenierung bereits am Samstag, dem 15. August, um 20.15 Uhr.
Mars statt Antike: Regiedebüt von Ersan Mondtag
Regisseur Ersan Mondtag verlegt die Handlung der Oper in seiner ersten Inszenierung bei den Festspielen auf den Mars. Die turbulente Mischung aus Tragödie und Komödie, die den Konflikt zwischen hoher Kunst und Unterhaltung thematisiert, wird so zu einem extraterrestrischen Gedankenexperiment über Kunst, Einsamkeit und die Suche nach einem anderen Leben. Die Premiere der Produktion war am 2. August live in Ö1 zu hören.
Auf der Bühne des Hauses für Mozart sind unter anderem Kate Lindsey, Christina Nilsson, Eric Cutler, Ziyi Dai und Christoph Pohl zu erleben. Die Sprechrolle des Haushofmeisters übernimmt Schauspieler Johannes Silberschneider. Manfred Honeck dirigiert die Wiener Philharmoniker.
Neun Kameras für die TV-Übertragung
Die Bildregie der Fernsehübertragung liegt in den Händen von Leopold Knötzl, der mit insgesamt neun Kameras arbeitet. Durch den Opernabend führt Teresa Vogl.
Am Sonntag, dem 23. August, um 9.05 Uhr zeigen ORF 2 und ORF ON vorab das Filmporträt „Richard Strauss – Skizze eines Lebens“. Die Dokumentation beleuchtet das Privatleben des Komponisten, seine in zahlreichen Schriften überlieferten Gedanken und sein musikalisches Schaffen.
Handlung zwischen Tragödie und Komödie
Die Oper erzählt von Ariadne, die verlassen und vom Schmerz erstarrt nach dem Tod sehnt – bis ihr in Bacchus ein Fremder begegnet, der alles verändert. In Mondtags Inszenierung spielt die Geschichte weder in der mythologischen Antike noch im Wiener Palais des Prologs, sondern auf dem Mars.
Der unsichtbare Hausherr, der eine ernste Oper und ein heiteres Singspiel für denselben Abend bestellt hat, ist hier nicht nur der reichste Mann von Wien, sondern der reichste Mann der Welt. Seine Laune setzt die Kunstwelt unter Druck: Tragödie und Komödie, Anspruch und Unterhaltung sollen gleichzeitig stattfinden. Für den jungen Komponisten, der um die Integrität seines Werks kämpft, ist das ein Affront. Auch die Primadonna sieht ihre große Szene bedroht.
Unbeeindruckt bleibt Zerbinetta: Gemeinsam mit ihrer wandlungsfähigen Komödiantentruppe setzt sie der Todessehnsucht Ariadnes Witz, Lebenslust und die Erfahrung entgegen, dass kein Schmerz für immer währt. In einer kargen, surrealen Marslandschaft treffen schließlich Ariadne und Bacchus aufeinander. Was zunächst wie die Begegnung mit einem weiteren Verfolger erscheint, wird zur Verwandlung: Aus Verlassenheit entsteht neue Hoffnung, aus dem fremden Gott ein Versprechen auf eine andere Welt.
Prägnante Bilder und schillernde Partitur
Regie, Bühne und Kostüme stammen von Ersan Mondtag, der die Gegensätze von Einsamkeit und Ausgelassenheit, künstlicher Zukunftswelt und menschlichen Urgefühlen in prägnante Bilder fasst. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Manfred Honeck. Er zeichnet Strauss' schillernde Partitur in all ihren Kontrasten nach – von kammermusikalischer Transparenz und ironischem Spiel bis zur großen, ekstatischen Klangentfaltung.
Weitere Details zum ORF-Programm zu den Salzburger Festspielen 2026 sind unter presse.ORF.at bzw. https://oe1.ORF.at/festspielsender abrufbar.
Quelle: OTS
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