Ars Electronica macht ganz Linz zur Festivalzone

Mona HopfingerMona Hopfinger
Linz: Festivalzone Ars Electronica mit Mariendom, Kunstuniversität und Donau
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Ars Electronica verwandelt heuer die gesamte Linzer Innenstadt in ein Festival. Über 1.000 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zeigen ihre Arbeiten, so der ORF.

Das Festival erstreckt sich heuer über drei zentrale Bereiche in der Donaustadt. Das Ars Electronica Center, das Lentos Kunstmuseum und die Kunstuniversität Linz bilden ein Dreieck rund um die Donau. Im Lentos werden neben der Preisträger-Schau des diesjährigen Prix Ars Electronica zwei weitere Ausstellungen mit preisgekrönten Werken gezeigt.

Hauptplatz und Innenstadt als Ausstellungsfläche

Rund um den Hauptplatz präsentiert die Kunstuniversität ein umfangreiches Ausstellungsprogramm. Insgesamt 45 Hochschulen aus aller Welt nehmen heuer am Festival teil und zeigen ihre Projekte. Das Offene Kulturhaus (OK) fungiert als Festivalzentrum mit Tickets und Informationen.

Von dort startet der „Festival Walk“, ein Rundgang zu acht außergewöhnlichen Orten in der Innenstadt. Die Route führt unter anderem auf den Dachboden des Linzer Ursulinenhofs, wo sich Besucherinnen und Besucher mit dem Festivalthema beschäftigen können.

Med-Campus für Familien und Generationen

Der dritte Festival-Hotspot liegt am Med-Campus. Dieser Bereich richtet sich besonders an Familien. „Das Areal ist speziell für Familien interessant, denn dort wird zum generationenübergreifenden Experimentieren, Spielen und Erleben eingeladen“, erklärt Festival-Direktorin Veronika Liebl.

Die Ars Electronica setzt damit auf unterschiedliche Orte und Zielgruppen, um die Auseinandersetzung mit Technologie und Gesellschaft erlebbar zu machen.

Festivalthema: Menschsein und künstliche Intelligenz

Mehr als 1.000 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt beschäftigen sich mit Fragen nach dem Menschsein und den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft. In Ausstellungen, Symposien und Konferenzen stehen technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Veränderungen und Zukunftsfragen im Mittelpunkt.

„Es geht um uns, um unsere zukünftige Handlungsfähigkeit“, sagt der künstlerische Leiter Gerfried Stocker. Das Festivalthema des Jahr lautet „The future begins – Negotiating Humanity“. Stocker betont die Bedeutung der zahlreichen Partner in der Stadt. „Ohne sie wäre das Festival undenkbar“, sagt er mit Blick auf die vielen beteiligten Institutionen und Veranstaltungsorte.

3 Jahrzehnte Ars Electronica Center

Das Ars Electronica Center feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen. Es wurde am 2. September 1996 eröffnet. Das Jubiläum wird am 8. September – einen Tag vor Festivalbeginn – mit einem großen Fest gefeiert. Auf dem Programm stehen eine Roboterparade und das Anschneiden der Jubiläumstorte.

Das Center ist Museum und Labor zugleich, in dem Besucherinnen und Besucher jeden Alters neue Technologien entdecken und ausprobieren können – von Künstlicher Intelligenz (KI) und Virtual Reality (VR) bis hin zu Brain-Computer-Interfaces (BCI). Interaktive Installationen und offene Labore ermöglichen praktische Erfahrungen mit komplexen Themen.

Das Museum präsentiert zwei neue Dauerausstellungen. Die Schau „Hello Worlds!“ beschäftigt sich damit, wie intelligente Systeme auf Menschen zurückwirken und wie sie unser Denken über die Welt und uns selbst verändern. Während des Festivals öffnet das Future Lab seine Pforten und gibt Einblicke in laufende Projekte. Im dritten Obergeschoß zeigt Ars Electronica Solutions, wie aus einer Idee ein multisensorisches Ausstellungserlebnis wird. Das Team gibt Einblicke in die Entwicklung solcher „Mega-Ausstellungsprojekte“.

Eröffnung im Mariendom

Die offizielle Eröffnung findet am 9. September im Linzer Mariendom statt. Der Abend widmet sich unterschiedlichen musikalischen Sprachen sowie Welt- und Menschenbildern der vergangenen fünf Jahrhunderte. Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz bringen dabei unter anderem das Vorspiel aus Richard Wagners Oper „Parsifal“ zur Aufführung.

Erstmals seit 1999 ist er heuer wieder Schauplatz der Ars Electronica. Dort steigt auch die Große Konzertnacht: In allen drei Sälen laufen unterschiedliche Konzerte und Performances parallel. Die Ars Electronica bespielt heuer die gesamte Innenstadt – mit Ausstellungen, Konzerten, Diskussionen, Experimenten und Begegnungen an zahlreichen ungewöhnlichen Orten.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3369216/

Worüber spricht Linz morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.