Asfinag testet Lärmschutz aus Schilf auf der A1

Auf der Westautobahn in Niederösterreich kommt erstmals eine Lärmschutzwand aus natürlichen Materialien zum Einsatz. Bei Völlerndorf wurde auf einem Kilometer Länge eine Konstruktion aus Holz, Lehm und burgenländischem Schilf errichtet.
Die Asfinag hat auf der A1 bei Völlerndorf in der Gemeinde Gerersdorf (Bezirk St. Pölten) ein Pilotprojekt mit einer neuartigen Lärmschutzwand gestartet. Die Konstruktion besteht aus Thermoholz, Lehm und Schilf, das aus der Region rund um den Neusiedler See stammt.
Auf einer Länge von rund einem Kilometer wurden die Elemente im Rahmen der laufenden Sanierungsarbeiten zwischen St. Pölten und Völlerndorf installiert. Die Asfinag ersetzte dabei Lärmschutzwände, die mehr als zwei Jahrzehnte in Betrieb waren. Insgesamt decken die neuen Elemente eine Fläche von etwa 2.690 Quadratmetern ab.
Natürliche Materialien im Straßenbau
Die Wände verfügen über einen Rahmen aus Thermoholz, sind mit Lehm gefüllt und auf beiden Seiten mit Schilf verkleidet. Für die Umsetzung arbeiteten Asfinag, Strabag und Reeduce zusammen.
Bei einem Pressetermin äußerten sich Vertreter der drei Unternehmen sowie Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) positiv über das Projekt. Johannes Ehrenfeldner, Direktor des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel, betonte: „Grundsätzlich ist in der Schilfnutzung noch viel Potenzial vorhanden.“
4.000 Bund Schilf verbaut
Für einen Kilometer Lärmschutzwand wurden laut Ehrenfeldner 4.000 Bund Schilf verwendet. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte.
Quelle: APA
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