Asiatische Hornisse: Bevölkerung soll Sichtungen melden
Die Bevölkerung wird aufgerufen, Beobachtungen der asiatischen Hornisse zu melden. Die invasive Art gefährdet heimische Bienen und andere Insekten, ist für Menschen aber normalerweise ungefährlich.
Die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen der asiatischen Hornisse zu melden. Die invasive Art mit dem lateinischen Fachnamen Vespa velutina nigrithorax stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und wurde vor mehr als 20 Jahren nach Frankreich eingeschleppt.
Menschen gefährdet die Hornisse in der Regel nicht – für Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten ist sie jedoch eine ernst zu nehmende Bedrohung. Im Spätsommer und Frühherbst wächst ein Volk auf bis zu 2.000 Tiere an. Täglich erbeuten die Hornissen in dieser Zeit mehrere hundert Honigbienen, insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten pro Saison.
Unterscheidung von heimischer Hornisse
Vor allem die Färbung unterscheidet die asiatische von der heimischen europäischen Hornisse: Während Letztere einen rotbraunen Kopf sowie einen rotbraun-schwarzen Brustbereich zeigt, sind diese Körperpartien bei der asiatischen Hornisse überwiegend schwarz gefärbt.
Auch der Hinterleib fällt auf – er ist größtenteils schwarz und weist lediglich ein breites orangefarbenes Band auf. Zusätzlich erkennt man die Art an den schwarzen Beinen mit markant gelben Spitzen.
Aufruf an Imkerinnen und Imker
Imkerinnen und Imker sollen in den Sommer- und Herbstmonaten verstärkt auf ihre Bienenvölker achten. Basierend auf Erfahrungen aus anderen Ländern empfiehlt es sich, bei regulären Standbesuchen den Bienenflug rund 20 Minuten lang zu beobachten – dieser Zeitraum genügt in der Regel, um ein mögliches Auftreten der asiatischen Hornisse zu erkennen.
Besteht ein Verdacht, soll er per Foto oder Video dokumentiert und den zuständigen Stellen gemeldet werden. Zuständig für invasive Arten sind das Bundesamt für Ernährungssicherheit (Importkontrolle) sowie die neun Landesregierungen.
Ausdrücklich warnen die Behörden davor, Tiere selbst zu fangen oder zu töten – zu groß sei die Gefahr, sie mit heimischen Arten zu verwechseln, zudem drohten Verletzungen durch Stiche.
Nester und Lebensweise
Kennzeichnend sind die birnenförmigen Nester in hohen Bäumen: Im Spätsommer erreichen sie einen Durchmesser von 40 bis 60 Zentimetern und verfügen über einen seitlichen Ausgang. Ein Volk bringt es im Jahresverlauf auf durchschnittlich 6.000 Individuen – überwintern jedoch nur die jungen Königinnen.
Für gesunde Menschen ist die asiatische Hornisse ebenso ungefährlich wie ihr heimisches Pendant, allergische Reaktionen sind allerdings möglich. Beide Arten gelten als friedlich und greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.
Meldungen können über das zentrale Meldeportal unter www.bienengesundheit.at/vespa-velutina abgegeben werden.
Quelle: https://www.obertraun.ooe.gv.at/Meldung_bei_Sichtung_asiatischer_Hornisse
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