Asta Energy baut Kupfer-Recyclinganlage in Niederösterreich

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Das börsennotierte Unternehmen Asta Energy Solutions AG investiert rund 17 Millionen Euro in eine neue Anlage in Oed im Bezirk Wiener Neustadt. Die Produktion soll Ende 2029 anlaufen, die Bestellung der ersten Maschinen erfolgt noch heuer.

Die Asta Energy Solutions AG errichtet in Oed im Bezirk Wiener Neustadt eine neue Kupfer-Recyclinganlage. Das Investitionsvolumen beträgt rund 17 Millionen Euro. Noch heuer sollen die ersten Maschinen bestellt werden, der Produktionsstart ist für Ende 2029 geplant. Das Unternehmen, das mehrheitlich dem Industriellen Michael Tojner gehört, gab die Pläne am Dienstag bekannt.

Mit der eigenen Herstellung von Kupferdraht will das börsennotierte Unternehmen die Abhängigkeit von Lieferanten verringern. Der verarbeitete Kupferschrott soll sowohl aus der eigenen Produktion als auch von Kunden und Lieferanten kommen. Entsprechende Vereinbarungen würden derzeit abgestimmt und parallel zum schrittweisen Hochlauf der Anlage aufgebaut, hieß es in der Mitteilung.

Ausbau der europäischen Wertschöpfungskette

Asta Energy baut damit das Kupferrecycling innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette aus. Das Unternehmen will eine europäische Plattform für die Herstellung von Kupferdraht aus Sekundärkupfer schaffen.

„Eigenes Recycling macht uns unabhängiger vom Kupfermarkt und sichert unseren Kunden langfristig den Zugang zu hochwertigem Kupferdraht“, erklärte Karl Schäcke, CEO der Asta Energy Solutions AG. Man setze damit um, was beim Börsengang versprochen worden sei. Die Investition sei zudem ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich und stärke den Stammsitz Oed. CFO Daniela Klauser betonte, dass sich das Projekt betriebswirtschaftlich klar rechne.

Teil der „Low Carbon Copper“-Initiative

Die Investition ist Teil der beim Börsengang im Jänner angekündigten „Low Carbon Copper“-Initiative. Ziel ist es, den Anteil von Recyclingkupfer in der Produktion bis 2030 auf 70 Prozent zu steigern und den CO2-Fußabdruck zu senken.

Kupfer lässt sich beliebig oft recyceln, ohne an Qualität zu verlieren. Europa gewinnt nur einen geringen Teil aus lokalen Primärquellen. Bereits heute sei rund die Hälfte recycelt, hieß es.

Quelle: APA

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