Asylquartier-Schließung kostet 30 Jobs in Bad Kreuzen

Die Schließung der Asylunterkunft in Bad Kreuzen hat weitreichende Folgen: Rund 30 Arbeitsplätze fallen weg, drei Deutschförderklassen wurden aufgelöst und drei Lehrkräfte versetzt. Die Unterkunft war seit etwa 70 Jahren im Ort, so der ORF.
Die angekündigte Schließung der Asylunterkunft in Bad Kreuzen führte Mitte September zu kurzfristigen Umplanungen im örtlichen Schulzentrum. Wie Direktorin Evelin Huber berichtet, mussten drei Deutschförderklassen gestrichen werden. In der Volksschule wurde eine Klasse zusammengelegt, drei Lehrkräfte wurden an andere Schulen versetzt.
Zuletzt besuchten 40 bis 50 Kinder aus der Unterkunft die Schule. Die Schülerinnen und Schüler hätten soziale Kontakte aufgebaut und sich gut in den Schulbetrieb integriert, erklärte Huber. Ihr Fehlen im Schulalltag sei spürbar.
Unterkunft seit 70 Jahren am Ortsrand
Die Asylunterkunft besteht seit rund 70 Jahren am Rand des Ortszentrums. Die Schließung kam für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Bad Kreuzen überraschend, gleichzeitig zeigen viele Verständnis für die Entscheidung.
Mehrere Ortsansässige berichten, dass die Unterkunft zuletzt kaum mehr wahrgenommen wurde. Früher seien deutlich mehr Familien vor Ort gewesen und stärker ins Gemeindeleben eingebunden gewesen. Zuletzt habe sich die Lage jedoch beruhigt. Die Bundesbetreuungsagentur führt die Schließung auf rückläufige Asylzahlen und die damit geringere Zahl an betreuten Personen zurück.
Hoffnung auf neue Jobs in der Region
Durch die Schließung gehen laut Bürgermeister Manfred Nenning (ÖVP) rund 30 Arbeitsplätze verloren, auch Beschäftigte aus Bad Kreuzen seien betroffen. Man hoffe, dass sie in der Region neue Jobs finden.
Eigentümerin der Gebäude ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Unmittelbar neben der Unterkunft liegt ein Ausbildungszentrum für Polizeihunde. Nenning zufolge gebe es erste Signale aus dem Innenministerium, dass diese Einrichtung auf jeden Fall erhalten bleiben soll.
Offen ist, wie die Gebäude künftig genutzt werden. Dazu will der Bürgermeister in den kommenden Wochen mit dem Innenministerium sprechen.
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