AT&S kehrt in Gewinnzone zurück und steigert Umsatz

Pia ProdingerPia Prodinger
Wachstumspfeil mit Schaltkreisen und Finanzdaten: 549 Mio. € Umsatz, 40,8 Mio. € Nettogewinn, Eigenkapitalquote 29%
© Mit KI (Gemini) generiert

Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat im ersten Quartal 2026/27 den Turnaround geschafft. Das Unternehmen profitierte von der starken Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz und steigerte den Umsatz um 37,5 Prozent auf 549 Millionen Euro.

Der weltweit tätige Konzern aus der Steiermark meldete am Dienstag einen erfolgreichen Start ins neue Geschäftsjahr. Die anhaltend hohe Marktnachfrage im KI-Bereich trieb das Wachstum an. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterten die Erlöse auf 549 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) legte um rund 134 Prozent auf 165 Millionen Euro zu. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 163 Prozent. Die EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich von 17,7 auf 30,1 Prozent.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 73 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 16,3 Millionen Euro zu Buche stand. Damit übertraf AT&S bereits im ersten Quartal das operative Ergebnis des gesamten Geschäftsjahres 2025/26, das bei 66 Millionen Euro gelegen hatte.

Unterm Strich erwirtschaftete der Konzern ein Nettoergebnis von 40,8 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von 55,9 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Das Ergebnis je Aktie stieg von minus 1,55 Euro auf 0,93 Euro.

Eigenkapitalquote deutlich gestärkt

Eine im Juni ausgegebene Hybrid-Wandelschuldverschreibung über 400 Millionen Euro stärkte die Kapitalbasis und diente der Refinanzierung. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dadurch auf 29,0 Prozent – ein Anstieg um 6,4 Prozentpunkte seit Beginn des Geschäftsjahres.

Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA sank im selben Zeitraum von 3,2 auf 1,9. Die Nettoinvestitionen gingen im ersten Quartal von 54 Millionen auf 35 Millionen Euro zurück. Der größte Teil der Investitionen floss in das neue Werk im malaysischen Kulim, dessen Ausbau nach Unternehmensangaben planmäßig verläuft.

Prognose für Gesamtjahr bestätigt

Konzernchef Michael Mertin äußerte sich zufrieden über den Jahresauftakt: „Wir sind sehr erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. Sämtliche zentralen Kennzahlen sind - anders als in den Vorjahren - positiv und unterstreichen die Stärke unserer Strategie“, so Mertin.

Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose für 2026/27. Demnach rechnet AT&S mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent und einer EBITDA-Marge zwischen 32 und 37 Prozent.

Quelle: APA

Worüber spricht Graz morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.