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Attersee auf Rekordtief – Schifffahrt eingeschränkt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Schloss Ort auf dem Traunsee in Gmunden mit Bergkulisse und Brücke
© Barbara Batári / Pexels (Symbolbild)

Die anhaltende Hitze lässt die Pegelstände oberösterreichischer Seen dramatisch sinken. Der Attersee verzeichnet die niedrigsten Wasserstände seit Messbeginn für Juli und August, so der Hydrografische Dienst des Landes Oberösterreich.

Die extreme Trockenheit hat die Wasserstände in mehreren oberösterreichischen Seen auf historische Tiefststände sinken lassen. Besonders betroffen ist der Attersee, der laut Hydrografischem Dienst des Landes Oberösterreich noch nie in den Monaten Juli und August so wenig Wasser geführt hat wie heuer.

Wegen des niedrigen Pegels musste die Schifffahrt am Attersee eingeschränkt werden. Von insgesamt elf Anlegestellen können derzeit zwei nicht mehr angefahren werden.

Wolfgangsee auf 30-Jahres-Tief

Auch der Mondsee führt derzeit außergewöhnlich wenig Wasser. Beim Wolfgangsee ist der Pegel auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gesunken, was bereits die Schifffahrt beeinträchtigt.

Eine Ausnahme bilden der Traunsee und der Hallstätter See. Dort gelangt aktuell mehr Wasser in die Seen, weil die Hitze das Gletschereis schneller abschmelzen lässt und der Gletscher dadurch an Masse verliert.

Weltkriegsmunition am Nussensee freigelegt

Am Nussensee bei Bad Ischl sank der Wasserspiegel durch die Trockenheit um fünf Meter ab. Dadurch wurden Ende Juli Sprengsätze aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt, der See wurde zwischenzeitlich gesperrt.

Voestalpine weicht auf Schiene aus

Das Niedrigwasser bereitet inzwischen auch der Industrie Probleme. Vorerst setzt die voestalpine beim Transport komplett auf die Bahn – der Donauwasserweg ruht. Es handle sich aber nur um einen „kleinen Prozentsatz“ an Waren, den die Firma insgesamt über den Wasserweg abwickle, erklärte Geschäftsführer Herbert Eibensteiner.

„Es gibt bisher keine Mehrkosten“, beruhigte er. Dennoch sei es eine „schwierige logistische Herausforderung“, da aktuell praktisch alle Firmen vom Wasserweg auf die Bahn ausweichen.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3365696/

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