AUA-Flug nach Drohung in Sofia notgelandet

Mona HopfingerMona Hopfinger
Flugzeug OS82 von Tel Aviv nach Wien wird von Militärjet begleitet, Notlandung Sofia.
© Mit KI (Gemini) generiert

Eine Maschine der Austrian Airlines musste am Sonntagabend wegen einer Drohung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zwischenlanden. Der Flug OS82 war von Tel Aviv nach Wien unterwegs und erreichte die österreichische Hauptstadt noch in der Nacht.

Eine Austrian Airlines-Maschine ist am Sonntagabend nach einer Drohung in Sofia notgelandet. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien, wie das Unternehmen auf APA-Anfrage bestätigte. Der Flug wurde mit allen Passagieren noch in der Nacht nach Wien weitergeführt.

Sicherheitsüberprüfung ohne Befund

Der Flug OS82 landete am Sonntagabend um 20.42 Uhr MESZ sicher in Sofia. An Bord befanden sich 51 Passagiere und sechs Crewmitglieder. Bei der Durchsuchung des Flugzeugs, der Fluggäste und der Crew konnte keine Gefährdung festgestellt werden, teilten die Austrian Airlines mit. Nichts gehe über die Sicherheit von Passagieren und Crews, heißt es.

Laut der israelischen Zeitung "Haaretz" handelte es sich um eine mutmaßliche Bombendrohung. Die AUA soll die Warnung von einem österreichischen Staatsbürger erhalten haben, der sich nicht an Bord befand. Bereits am vergangenen Dienstag waren zwei Flüge von Delta Air Lines von Bombendrohungen betroffen, die sich als Fehlalarme herausstellten, berichtete die "Jerusalem Post".

Bulgarischer Kampfjet begleitete Maschine

Nach Angaben von Flightradar24 war das Flugzeug in den rumänischen Luftraum eingetreten, bevor es nach Süden abdrehte und zurück in Richtung Bulgarien flog. Die Flugdatenplattform ADS-B Exchange verzeichnete zur gleichen Zeit ein Notsignal. Die bulgarische Luftwaffe schickte einen Kampfflieger vom Typ MiG-29 zur Begleitung der Linienmaschine los, wie das Verkehrsministerium mitteilte.

In Sofia wurde ein Krisenstab eingerichtet. Die zuständigen Behörden haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Weitere Zwischenfälle in der Luftfahrt

Ende vergangenen Monats hatte der Co-Pilot einer Flydubai-Maschine auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv den Kapitän mit einer Rettungsaxt angegriffen. Passagiere überwältigten den Angreifer, eine zweite Cockpit-Crew landete die Maschine mit 166 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern sicher in Saudi-Arabien. Nach Angaben emiratischer Ermittler wollte der aus dem Oman stammende Angreifer einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen Tel Aviv verüben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird der Verdächtige in Haft gehalten.

Anfang vergangener Woche hatte ein von Korfu kommendes Linienflugzeug versehentlich den Code 7500 gesendet, der auf eine Flugzeugentführung hinweist. Der Pilot war zudem zeitweise über Funk nicht erreichbar. Zwei Militärflugzeuge der deutschen Bundeswehr begleiteten die Maschine vorsorglich zum Flughafen Nürnberg. Eine Überprüfung nach der Landung ergab laut Polizei keine Gefahr.

Quelle: APA

Worüber spricht Wien morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.