Audi A2 e-tron ab 36.600 Euro in Österreich bestellbar

Der vollelektrische Audi A2 e-tron kann seit 10. September in Österreich bestellt werden. Parallel dazu hat die Produktion des Elektroautos am Standort Ingolstadt begonnen. Das Modell soll der effizienteste Audi aller Zeiten sein.
Der Audi A2 e-tron ist seit 10. September in Österreich bestellbar. Die Basisversion mit 125 kW Leistung und einer 52-kWh-Batterie kostet ab 36.600 Euro. Zeitgleich mit dem Verkaufsstart hat die Fertigung des Elektrofahrzeugs in Ingolstadt begonnen.
Die Variante mit 140 kW und 61 kWh ist ab 40.700 Euro erhältlich. Für die Ausführung mit 170 kW und 84-kWh-Batterie werden 46.500 Euro fällig. Das Topmodell mit 240 kW kostet 50.900 Euro.
Verbrauch von 12,8 kWh nach WLTP
Der A2 e-tron verbraucht mit Effizienzpaket 12,8 kWh nach WLTP – laut Hersteller so wenig wie kein anderes Serienmodell der Marke zuvor. Das Fahrzeug wurde in Deutschland entwickelt und wird in Ingolstadt gefertigt. Es ist bewusst auf die Bedürfnisse europäischer Kundinnen und Kunden ausgerichtet.
Im Innenraum verbindet das Modell Variabilität mit neuen digitalen Services. Nur drei Tage nach der Weltpremiere in Paris startete der Verkauf.
Entwicklungszeit um 21 Monate verkürzt
Audi hat den Produktentstehungsprozess beim A2 e-tron deutlich gestrafft. Von der Entwicklung bis zur Serienreife vergingen 21 Monate weniger als bei bisherigen Fahrzeugprojekten. Erfahrungen aus früheren Projekten sowie optimierte Prozesse reduzierten den Abstimmungsaufwand und ermöglichten eine frühere Fahrzeugreife in der Vorserienproduktion.
Die Komplexität wurde durch deutlich weniger produktionsrelevante Teilenummern gesenkt. Dadurch verringerte sich auch die Zahl logistischer Supermärkte, was den Flächenbedarf in der Logistik reduziert und die Materialversorgung innerhalb des Werks vereinfacht.
Produktionsprinzip der Perlenkette
Erstmals wendet Audi in Ingolstadt das Produktionsprinzip der sogenannten Perlenkette an, das bereits im Werk Neckarsulm im Einsatz ist. Die Reihenfolge der Kundenaufträge wird dabei sechs Tage vor dem Start der Montage festgelegt und über alle Gewerke hinweg abgearbeitet.
Diese Fabriksteuerung verringert die Komplexität im Prozess, weil Teile direkt in der richtigen Sequenz beim Lieferanten produziert und im Zielbehälter verpackt werden können. Zudem steigert das Verfahren die Wirtschaftlichkeit, da Lager- und Sequenzierflächen entfallen.
Mehr als 1.200 Fertigungskomponenten wiederverwendet
Audi fertigt die Karosserien des A2 e-tron gemeinsam mit denen des Audi A3. Möglich macht dies das flexible Layout der Anlagen. Mehr als 1.200 Fertigungskomponenten, darunter Roboter-Schweißzangen und rund 250 Roboter, die bereits in der Fertigung anderer Modelle zum Einsatz kamen, werden wieder- oder weiterverwendet.
Der Produktionsanlauf ist laut Hersteller auch Ergebnis eines gezielten und frühzeitigen Aufbaus von Kompetenzen in der Belegschaft. Mit einem mehrstufigen Konzept aus praxisnahen Schulungen und virtuellen Qualifizierungen wurden die Beschäftigten auf die Anforderungen der Fertigung des vollelektrischen Modells vorbereitet.
Statements zum Produktionsstart
Gernot Döllner, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG, erklärte: „Der Audi A2 e-tron steht für den nächsten Schritt unserer Erneuerung. Er zeigt, wie wir Audi konsequent vom Markt her denken, denn unterschiedliche Regionen brauchen unterschiedliche Antworten.“ Das Modell sei der effizienteste Audi, den das Unternehmen jemals gebaut habe, und mache E-Mobilität alltagstauglich.
Jörg Schlagbauer, Vorsitzender des Audi Gesamtbetriebsrats, betonte: „Der Produktionsstart des A2 e-tron in Ingolstadt ist ein starkes Signal für unseren Standort und seine Zukunft.“ Der Betriebsrat habe seit 2019 mit großem Nachdruck dafür gekämpft, dass Audi ein Elektro-Einstiegsmodell entwickelt und dieses in Ingolstadt gebaut wird.
Gerd Walker, Vorstand Produktion und Logistik der AUDI AG, sagte: „Wir zeigen auch mit dem A2 e-tron: Wirtschaftlich Autos bauen ist in Deutschland möglich.“ Dabei unterstützten zwischen den Standorten Neckarsulm und Ingolstadt entwickelte KI-Assistenten, hochflexible Produktionsanlagen und vor allem das Know-how der Mitarbeitenden.
Siegfried Schmidtner, Werkleiter am Audi Standort Ingolstadt, erklärte: „Der Produktionsstart des Audi A2 e-tron ist das Ergebnis intensiver Teamarbeit am Standort Ingolstadt.“ Die Mannschaft habe mit ihrem Erfahrungsschatz aus zahlreichen Produktanläufen die Grundlage für einen erfolgreichen Hochlauf des Modells geschaffen.
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