Audi e-tron GT auf Rumäniens spektakulärster Passstraße

Der Transfăgărășan in den Karpaten zählt zu den faszinierendsten Fahrstraßen Europas. Auf über 2.000 Metern Höhe und durch 150 Kilometer Serpentinen zeigt die elektrische Gran-Turismo-Familie von Audi, was in ihr steckt.
Die rumänische Passstraße Transfăgărășan schlängelt sich durch die wilden Karpaten, vorbei an dichten Wäldern und schroffen Felsformationen. Auf mehr als 2.000 Metern Seehöhe erreicht die Route ihren Höhepunkt, bevor sie sich in dramatischen Kehren wieder talwärts windet. Diese Strecke diente als Testgelände für die gesamte Audi e-tron GT-Familie – vom Einstiegsmodell über den S e-tron GT bis zum RS e-tron GT performance.
Der Start erfolgte in Sibiu. Während die Fahrzeuge an der Schnellladesäule standen, flossen mit bis zu 320 kW Ladeleistung rasch genügend Energie für die bevorstehenden Etappen in die Batterien. Das Audi Charging Netzwerk ermöglichte eine unkomplizierte Integration der Ladestopps in die Reiseplanung.
Bergauf mit elektrischer Performance
Auf der Autobahn A1 aus der Universitätsstadt hinaus zeigte das Fahrzeug zunächst seine Gran-Turismo-Qualitäten mit ruhigem Gleiten über den Asphalt. Mit zunehmender Höhe wurden die Kurven enger und die Steigungen deutlicher. Das Aktivfahrwerk arbeitete präzise und verband Agilität mit Stabilität, unterstützt von der Allradlenkung.
Je steiler der Anstieg wurde, desto eindrucksvoller offenbarte sich das Potenzial des Antriebs. Bis zu 680 kW (925 PS) stehen beim Top-Modell bereit. Das maximale Drehmoment ist praktisch augenblicklich verfügbar – ohne Verzögerung, nur unmittelbarer Vortrieb.
Der Transfăgărășan erstreckt sich über 150 Kilometer mit Steigungen von bis zu 9 Prozent. Kehren, Richtungswechsel und wechselnde Straßenbeläge folgen in dichter Abfolge. Der elektrische quattro-Antrieb verteilt die Antriebsmomente innerhalb von Millisekunden zwischen Vorder- und Hinterachse.
Rekuperation in der Abfahrt
Auf 2.034 Metern Höhe wurde der Bâlea-See erreicht. Bemerkenswert: Bis zu diesem Punkt war keine zusätzliche Ladepause erforderlich gewesen. Die verbleibende Reichweite erwies sich als ausreichend für den weiteren Streckenverlauf.
In der anschließenden Abfahrt durch die Kehren gewann der e-tron GT einen erheblichen Teil der Bremsenergie zurück. Mit Rekuperationsleistungen von bis zu 400 kW wird Verzögerung in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie zurückgespeist.
Das radselektive Aktivfahrwerk gleicht Wank-, Nick- und Hubbewegungen gezielt aus und kann jedes Rad einzeln vertikal ansteuern. In der Abfolge enger Kehren blieb das Fahrzeug stabil auf der Linie und glich Unebenheiten aktiv aus.
Vom Wasserkraftwerk zur Autobahn
Ein Zwischenstopp erfolgte beim Transfăgărășan Tree House, wo Hightech auf Wildnis traf. Die Karpaten sind Lebensraum für Braunbären und verlangen Respekt.
Der Vidraru-See mit seinem Nutzvolumen von 320 Millionen Kubikmetern erzeugt pro Jahr eine Energie von 400 GWh. Das entspricht dem Strombedarf von mehr als 100.000 Haushalten. Wenige Kilometer vom Wasserkraftwerk entfernt führte die Route am Castelul Dracula vorbei, das mit der Legende um Graf Dracula verbunden ist.
Je näher die Route Pitești kam, umso urbaner wurde die Umgebung. Auf dem neuen Autobahnabschnitt der A1 spielte die Aerodynamik eine zentrale Rolle. Das Zusammenspiel aus Karosserie, Luftfahrwerk, aktiver Kühlluftsteuerung, Unterboden, Diffusor und Heckspoiler wurde auf der Autobahn besonders spürbar.
In Pitești endete die Tour. Jeder Abschnitt hatte seinen eigenen Charakter gezeigt – von der Bergfahrt über die Rekuperation in der Abfahrt bis zur effizienten Autobahnfahrt.
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