Aufblasbare SUP-Boards platzen bei Hitze mit lautem Knall

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Bei Temperaturen um 35 Grad kommt es immer wieder vor, dass aufblasbare Paddleboards mit lautem Knall platzen. Besonders betroffen sind günstige Modelle, die verklebt statt verschweißt sind, so der ORF.

Wie SUP-Verleiher Alfons Kristan bestätigt, zerplatzen Paddleboards bei großer Hitze regelmäßig. Er selbst setzt in seinem Verleih auf Boards aus hartem Kunststoff, die ohne Aufpumpen auskommen. Für Privatpersonen seien die preisgünstigeren, aufblasbaren Varianten jedoch deutlich praktischer, da sie sich im entleerten Zustand problemlos im Auto transportieren lassen.

Hitze lässt Luft stark ausdehnen

Wenn die Boards im Trockenen liegen, dehnt sich die Luft im Inneren durch die Hitze stark aus. Kristan rät, den Luftdruck um etwa ein Drittel zu reduzieren, um ein Platzen zu vermeiden. Zusätzlich spiele die Qualität eine entscheidende Rolle: „Das Problem ist auch, dass der Markt übersättigt ist mit Billigboards. Diese Billigboards sind nicht verschweißt, sondern verklebt und da löst sich auch zum Teil der Kleber. Und da gibt es dann Probleme, dass sie platzen. Man kann sich nicht erwarten, dass ein Board um 200 Euro auch die Haltbarkeit von einem Board um 500 bis 1.000 Euro hat.“

Auch die Lagerung sei entscheidend, so der Experte. Im Schatten oder im Wasser bestehe keine Gefahr. Eine Reparatur ist laut Kristan möglich, sofern der Riss kleiner als zehn Zentimeter ist. Die Kosten dafür liegen zwischen 30 und 80 Euro. Bei größeren Schäden sei das Board jedoch nicht mehr zu retten.

Im Wasser keine Gefahr

Markus Bräuhaupt, Landesleiter der Wasserrettung Kärnten, berichtet, dass mitten am See noch nie ein SUP geplatzt sei: „Uns fällt es ein bisschen vermehrt auf heuer, dass SUPs platzen, vielleicht auch wegen der hohen Temperaturen. Aber solange das SUP im Wasser ist und von unten eine Kühlung hat, kann das eigentlich im Wasser nicht passieren.“

Bräuhaupt empfiehlt generell, den Körper über eine Schlaufe am Fuß mit dem Board zu verbinden. Bei Gewitterwarnung sollte man nicht zu weit hinausfahren.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365687/

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