Auftrag für Donaubrücke Stein-Mautern vergeben

Die niederösterreichische Landesregierung hat grünes Licht für den Bau einer Ersatzbrücke und die Erneuerung des Unterbaus der Donaubrücke Stein-Mautern gegeben. In die erste Phase der Generalsanierung fließen rund 73,5 Millionen Euro.
Auf Antrag von Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) beschloss die Landesregierung unter Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Auftragsvergabe für die Bauleistungen. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein für das Großprojekt erreicht.
„Die Donaubrücke Stein-Mautern ist eine Lebensader für die gesamte Wachau“, betonte Mikl-Leitner. Die Brücke sei für Pendler, Betriebe, Landwirtschaft und Schüler ebenso wichtig wie für Gäste der Region. „Gleichzeitig bewahren wir mit der Generalsanierung ein Stück niederösterreichischer Geschichte und machen die Brücke fit für kommende Generationen“, so die Landeshauptfrau.
Ersatzbrücke ab Mitte 2027
Der Baustart für die Ersatzbrücke ist für Mitte 2027 geplant. Rund 25 Meter stromaufwärts der bestehenden Brücke entsteht eine temporäre Verkehrsverbindung mit drei Brückentragwerken. Das Haupttragwerk über die Donau wird etwa 335 Meter lang, zwei weitere Tragwerke führen über die B3 und B33.
Nach einer Bauzeit von rund 14 Monaten soll die Ersatzbrücke freigegeben werden. Damit bleibt die direkte Donauquerung während der gesamten Sanierung erhalten. Danach werden die historischen Stahltragwerke der Bestandsbrücke ausgeschwommen und die drei Flusspfeiler abgetragen und neu errichtet.
„Aus jahrelanger Planung wird ein konkreter Bauauftrag“, sagte Landbauer. Die Finanzierung sei gesichert, die Bevölkerung erhalte eine sichere Verkehrslösung ohne Umwege. Sein Dank gelte dem Projektteam des NÖ Straßendienstes.
Sanierung der historischen Brücke ab 2028
Ab Herbst 2028 beginnt die umfassende Sanierung der historischen Stahltragwerke auf einem eigenen Montageplatz. Das charakteristische Fachwerk bleibt erhalten und wird mit einer neuen, verbreiterten Unterkonstruktion verbunden. Die Fahrbahn wird auf rund sechs Meter verbreitert, die Geh- und Radwege auf beiden Seiten auf jeweils rund 2,5 Meter.
Die Verkehrsfreigabe der generalsanierten Donaubrücke ist für 2032 vorgesehen. Anschließend wird die Ersatzbrücke abgebaut und das Baufeld renaturiert. Ein Teil der Ersatzbrücke kann bei Katastropheneinsätzen als Behelfsbrücke wiederverwendet werden.
Landbauer verwies auf intensive Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt. „Lange Zeit hat es geheißen, dass eine Verbreiterung der historischen Donaubrücke aus Denkmalschutzgründen nicht möglich ist. Ich habe mich damit nicht abgefunden“, so der Landesrat. Die Lösung, die Brücke um mehr als zwei Meter zu verbreitern, sei ein großer Erfolg für die Region.
Quelle: OTS
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