Austrian Airlines streicht Flugverbindung Graz-Wien

Pia ProdingerPia Prodinger
© Wolfgang Weiser / Pexels (Symbolbild)

Die Austrian Airlines stellt ab dem Winterflugplan die Flugverbindung zwischen Graz und Wien ein. Der letzte Flug ist für den 23. Oktober geplant, die Streichung erfolgt aus Spargründen, so der ORF.

Die Austrian Airlines beendet die Flugstrecke Graz-Wien ab dem kommenden Winterflugplan. Als Grund nennt die Fluglinie Sparmaßnahmen. Der letzte Flug auf dieser Route soll am 23. Oktober stattfinden. Passagiere, die bereits Tickets für den betroffenen Zeitraum gebucht haben, werden von der Airline kontaktiert.

Reisebüros befürchten Nachteile für Kunden

Max Schlögl, Sprecher der steirischen Reisebüros, sieht deutliche Nachteile für Reisende. Wien sei als Drehkreuz für Destinationen, die von Graz nicht direkt angeflogen werden, wesentlich komfortabler als andere Umsteigeflughäfen. „Für alle Destinationen, die ab Graz nicht direkt angeflogen werden, ist der Umstieg über Wien im Vergleich zu den anderen Drehkreuzen, die möglich sind, schon wesentlich komfortabler. Und ja, da fällt schon was Relevantes weg“, so Schlögl.

Wer bereits am Frankfurter Flughafen umgestiegen sei, wisse, dass bequemes Umsteigen dort nicht garantiert sei. Viele würden sich den Flughafen Wien ab Herbst zurückwünschen, meint der Sprecher.

Mögliche Preissteigerungen bei Tickets

Schlögl warnt vor möglichen Preissteigerungen, falls der Ausbau der Ersatzverbindungen über Frankfurt, München und Zürich zu schwach ausfällt. „Wie sich die Kapazitäten dann tatsächlich darstellen, das werden wir dann sehen. Wenn es zu einer Verknappung kommt, dann befürchte ich tatsächlich Preissteigerungen. Wenn die Kapazitäten gleich oder mehr sind, dann könnte es sogar positiv sein“, erklärt er.

Positiv könnte sich die Situation nur entwickeln, wenn die angekündigten größeren Flugzeuge und damit verbundene Kapazitätssteigerungen von bis zu 40 Prozent auf den Ersatzverbindungen tatsächlich realisiert werden.

Wirtschaft und Politik reagieren

Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer, befürchtet negative Folgen für die steirische Wirtschaft. Er appelliert, die Entscheidung zu überdenken: „Wir sind natürlich völlig überrascht, um nicht zu sagen entsetzt. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass das eine wichtige Verbindung ist. Und deshalb ist natürlich unser Appell, hier auch wieder eine Verbindung zustande zu bringen.“

Auch Landeshauptmann Mario Kunasek zeigt sich enttäuscht. Er erneuert die Forderung nach einer Koralmbahn-Haltestelle am Flughafen Graz, um den Standort zu stärken. Kunasek will weitere Gespräche mit den Stakeholdern des Flughafens über dessen zukünftige Ausrichtung führen.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3365566/

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