Auszeichnung für Morbus-Crohn-Forschung in Oberösterreich

Eine Oberärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie erhält den Forschungsförderungspreis der Medizinischen Gesellschaft Oberösterreich. Ausgezeichnet wird ein Projekt zu einem charakteristischen Fettgewebe bei der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.
Bettina Klugsberger von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wurde mit dem Forschungsförderungspreis der Medizinischen Gesellschaft Oberösterreich ausgezeichnet. Der Preis würdigt ihr translationelles Forschungsprojekt, das sich mit dem sogenannten Creeping Fat bei Morbus Crohn beschäftigt. Das Projekt trägt den Titel „Charakterisierung des Creeping Fat bei Morbus Crohn: Mikrobielle Translokation, Wirtsantwort und funktionelle vaskuläre Profilierung“.
Fettgewebe um entzündete Darmabschnitte im Fokus
Im Zentrum der Forschungsarbeit steht das Creeping Fat – ein Fettgewebe, das typisch für Morbus Crohn ist und sich um entzündete Bereiche des Darms legt. Die Forschenden wollen herausfinden, welche Funktion dieses Gewebe bei Entzündungsvorgängen und beim Umbau von Darmgewebe hat. Zusätzlich wird untersucht, wie das Creeping Fat mit dem Darmmikrobiom interagiert und welche Gefäßeigenschaften es aufweist.
Die Ergebnisse sollen neue Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eröffnen.
Kooperation zwischen Chirurgie und Innerer Medizin
Das translationale Forschungsprojekt wird von Helena Hödlmayr koordiniert. Beteiligt sind die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Andreas Shamiyeh und die Universitätsklinik für Innere Medizin 2 unter der Leitung von Alexander Moschen. Die Johannes Kepler Universität Linz ist ebenfalls an der Kooperation beteiligt.
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