Autolenker drängte Radfahrerin ab – Diversion möglich

Pia ProdingerPia Prodinger
Polizistin mit Blaulicht auf Einsatzfahrzeug in Österreich
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 35-jähriger Autofahrer hat in Puch im Tennengau eine Radfahrerin abgedrängt und abrupt gebremst. Die Frau prallte gegen das Fahrzeug und verletzte sich, so der ORF.

Der Mann stand im morgendlichen Stau und war nach eigenen Angaben stark gestresst. Als er im Rückspiegel bemerkte, dass eine Radfahrerin an den wartenden Fahrzeugen vorbeifuhr, habe er sich darüber geärgert. Er drängte die Frau daraufhin mit seinem Wagen ab und bremste unvermittelt. Die Radfahrerin stieß gegen das Heck des Autos, kam zu Sturz und zog sich eine Handverletzung zu.

Entschuldigung vor Gericht

Am Donnerstag zeigte sich der angeklagte Handwerker vor Gericht reumütig. Sein Verhalten tue ihm sehr leid, er habe sich damals einfach geärgert und wolle sich nun entschuldigen. Die verletzte Radfahrerin akzeptierte die Entschuldigung und verzichtete auf Schmerzensgeld.

Dennoch erhielt die Frau 100 Euro in bar als symbolische Entschädigung. Zahlt der Autofahrer zusätzlich eine Geldbuße von 400 Euro, wird das Verfahren per Diversion beendet – ohne Schuldspruch.

Staatsanwaltschaft prüft noch

Rechtskräftig ist die Regelung allerdings noch nicht. Die Staatsanwaltschaft überlegt derzeit, ob die außergerichtliche Einigung ausreichend streng ist. Die Diversion steht daher noch nicht fest.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3368684/

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