AUVA gibt grünes Licht für Trauma-Orthopädie-Zentrum

RedaktionRedaktion
Pressekonferenz im Bundeskanzleramt Wien mit Bundeskanzler Karl Nehammer
© LPD Kärnten/Kuess

Der Verwaltungsrat der AUVA hat in einer außerordentlichen Sitzung die Weiterentwicklung des Kooperationsprojekts mit der KABEG beschlossen. Das Trauma-Orthopädie-Zentrum soll auf dem Gelände des Klinikum Klagenfurt entstehen.

Der AUVA-Verwaltungsrat hat am Montag in einer außerordentlichen Sitzung den Weg für das Trauma-Orthopädie-Zentrum (TOZK) auf dem Areal des Klinikum Klagenfurt freigemacht. Das Kooperationsprojekt mit der KABEG wurde auf Basis einer noch engeren Zusammenarbeit neu aufgestellt, nachdem die AUVA im November vergangenen Jahres aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen eine erneute Evaluierung gestartet hatte.

„Was lange währt, wird endlich gut“, zeigte sich Landeshauptmann Daniel Fellner erleichtert. Nach 13 Jahren Planung, Diskussionen und Verhandlungen sei ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht worden. „Uns ist ein wunderbares Reformprojekt gelungen – im Sinne der Gesundheit und für die Kärntner Bevölkerung“, betonte Fellner. Das Land Kärnten beteiligt sich mit rund 60 Millionen Euro bis 2032 an dem Vorhaben.

Das ursprüngliche Konzept wurde weiterentwickelt, um mehr Synergien zu heben und die Effizienz zu steigern. Die AUVA wird auf bestehende Infrastruktur der KABEG zurückgreifen und diese nicht selbst errichten. Konkret betrifft das Intensivstation, Schockraum und Hubschrauberlandeplatz.

Alterstraumazentrum wird früher realisiert

Die AUVA wird das TOZK auf dem Gelände des Klinikum Klagenfurt errichten und betreiben. Die Abteilungen Unfallchirurgie und Orthopädie im Klinikum werden in das neue Zentrum integriert. Das TOZK wird die ambulante, tagesklinische und vollstationäre unfallchirurgische und orthopädische Versorgung mit rund 66 vollstationären und 30 tagesklinischen Betten übernehmen.

Im neuen Gebäude wird die AUVA weiters circa 32 Betten für Alterstraumatologie errichten, die von der KABEG betrieben und finanziert werden. Das Alterstraumazentrum kann somit früher als ursprünglich geplant realisiert werden. Dort wird die pflegerische und medizinische Nachbetreuung nach Operationen stattfinden.

„Das Trauma-Orthopädie-Zentrum ist ein Projekt ganz im Sinne der Gesundheitsreform und ein Win-Win-Win für alle, am meisten für die Patientinnen und Patienten in Kärnten – mit echten Synergien, ohne Doppelgleisigkeiten und mit nachhaltig gesicherter Wirtschaftlichkeit“, betonte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.

Finanzierung über Gesundheitsfonds

Die KABEG beteiligt sich mit rund 60 Millionen Euro an den Kosten. Dafür erhält sie Miteigentum am Alterstraumatologie-Trakt und leistet einen Zuschuss zur Liquidität, der künftig reduzierte Tarife für die von der AUVA erbrachten Leistungen bringen wird. Die Mittel sollen aus dem Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) fließen – in mehreren Tranchen von 2027 bis 2032 – und somit nicht das Landesbudget belasten.

LHStv Martin Gruber bezeichnete die Umsetzung als österreichweites Vorzeigeprojekt. „Die Nutzung von Synergien, die modernste Versorgung von Patienten, die Wirtschaftlichkeit, der Impuls, der hier für den Standort Kärnten entsteht, die Sicherung hunderter Arbeitsplätze, das alles ist das Resultat vom Mut aller, Strukturen zu verändern“, so Gruber.

Die neue Zusatzvereinbarung muss noch den KABEG-Aufsichtsrat passieren, der kommende Woche tagen soll. Für die Aufbringung der KGF-Mittel ist ein Beschluss in der Gesundheitsplattform notwendig. Die AUVA rechnet mit dem Zuschlag an die ausführenden Unternehmen spätestens Anfang 2027. Die geplante Inbetriebnahme des TOZK ist bis 2031 bzw. 2032 realisierbar.

AK-Präsident Günther Goach betonte, dass die Arbeiterkammer Kärnten sich im Rahmen der Sozialpartnerschaft mit Nachdruck für die Umsetzung eingesetzt habe. WK-Präsident Jürgen Mandl dankte allen Beteiligten, dass Ressentiments hintangestellt worden seien, um das Projekt zu realisieren. „Hier wird ein Projekt umgesetzt, bei dem 30 Jahre vorausgeschaut worden ist“, erklärte Mandl.

Quelle: https://ktnvp.at/2026/06/23/einigung-bei-trauma-orthopaedie-zentrum-aus-zwei-wird-eins

Worüber spricht Klagenfurt morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.