Bad Hofgastein verurteilt Diskriminierung nach Vorwürfen

Pia ProdingerPia Prodinger
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Nach Medienberichten über die angebliche Verweigerung der Bewirtung einer israelischen Familie positioniert sich die Marktgemeinde Bad Hofgastein klar gegen Ausgrenzung und Antisemitismus. Weltoffenheit und Menschenwürde seien unverhandelbare Werte.

Die Marktgemeinde Bad Hofgastein hat sich nach Berichten über einen möglichen Diskriminierungsvorfall öffentlich zu Wort gemeldet. Mehrere Medien, darunter die Kronen Zeitung, die Salzburger Nachrichten, die Presse und Salzburg24, hatten über den Vorwurf berichtet, dass einer israelischen Urlauberfamilie in dem Salzburger Ort die Bewirtung verweigert worden sei.

In einer offiziellen Stellungnahme betont die Gemeinde, dass Diskriminierung, Ausgrenzung und Antisemitismus keinen Platz in Bad Hofgastein hätten. Die Würde eines Menschen sei unteilbar, heißt es in der Erklärung. Niemand dürfe aufgrund von Herkunft, Nationalität, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit benachteiligt oder respektlos behandelt werden.

Vielfalt als Teil der Identität

Bad Hofgastein sei nicht nur ein bedeutender Tourismus- und Erholungsort, sondern auch eine Gemeinde, die von internationaler Vielfalt und dem Zusammenleben unterschiedlicher Menschen geprägt sei. Gäste aus zahlreichen Ländern besuchten den Ort, Menschen unterschiedlicher Herkunft lebten und arbeiteten dort. Diese Vielfalt sei Teil der Identität und verdiene Schutz, Respekt und Wertschätzung.

Die Gemeinde stellt klar, dass politische Konflikte niemals zum Anlass genommen werden dürften, einzelne Menschen für die Handlungen von Staaten oder Regierungen verantwortlich zu machen. Menschen dürften nicht pauschal aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder Nationalität beurteilt oder benachteiligt werden.

Klärung durch zuständige Stellen

Die aktuellen Vorwürfe seien ernst zu nehmen, so die Marktgemeinde. Gleichzeitig sei es wichtig, die weitere Klärung des Sachverhalts den zuständigen Stellen zu überlassen und deren Ergebnisse abzuwarten. Unabhängig vom Ausgang des konkreten Verfahrens halte die Gemeinde fest, dass Diskriminierung in keiner Form mit den Werten vereinbar sei, für die Bad Hofgastein stehe.

Als Gemeinde trage man Verantwortung dafür, ein Klima des gegenseitigen Vertrauens, der Offenheit und des respektvollen Miteinanders zu fördern. Dies gelte im täglichen Zusammenleben ebenso wie im Umgang mit Gästen, Betrieben und allen Menschen, die die Gemeinde besuchen oder dort ihren Lebensmittelpunkt haben.

Die Marktgemeinde bekräftigt, dass sich jede und jeder in Bad Hofgastein willkommen und respektiert fühlen solle – unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität. Dieses Selbstverständnis sei nicht bloß ein Anspruch nach außen, sondern eine Verpflichtung, der man sich als Gemeinde bewusst stelle.

Quelle: https://www.badhofgastein.salzburg.at/Offizielle_Stellungnahme_der_Marktgemeinde_Bad_Hofgastein

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