Bad Vöslau: 50 Millionen Euro für neues Pflegezentrum

In Bad Vöslau ist der Bau eines neuen Pflege- und Betreuungszentrums gestartet. Bis 2030 entstehen auf dem erweiterten Areal 144 Pflegeplätze – um 39 mehr als bisher. Die Investition beläuft sich auf rund 50 Millionen Euro.
Mit einem Spatenstich ist am Sonntag der Neubau des Pflege- und Betreuungszentrums Bad Vöslau offiziell gestartet worden. Auf dem Gelände wird bis 2030 eine moderne Einrichtung mit 144 Pflegeplätzen errichtet. Das sind 39 Plätze mehr als die derzeit verfügbaren 105. Die Kosten werden mit etwa 50 Millionen Euro ohne Umsatzsteuer beziffert. Um das Projekt zu realisieren, wurde das bestehende Grundstück um eine westlich angrenzende Fläche von circa 8.500 Quadratmetern vergrößert.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister erklärte, man investiere bewusst in eine moderne und langfristig gesicherte Pflegeversorgung. Das neue Zentrum schaffe deutlich mehr Kapazität als bisher. Es gehe aber nicht nur um die Anzahl der Plätze, sondern auch darum, ein modernes Zuhause für ältere und pflegebedürftige Menschen zu schaffen, das deren Bedürfnissen entspreche und zugleich gute Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter biete. Angesichts der demografischen Entwicklung müsse man heute die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch kommende Generationen auf qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung in Niederösterreich vertrauen könnten.
Moderne Ausstattung und nachhaltige Bauweise
Das neue Zentrum wird nach zeitgemäßen pflegerischen und architektonischen Kriterien gebaut. Es bietet 144 Langzeitpflegeplätze mit integrierter Tages- und Kurzzeitpflege sowie demenzieller Betreuung. Großzügige Gemeinschaftsflächen, Innenhöfe, Terrassen und Gartenanlagen sollen vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen und Erholung schaffen. Zur Ausstattung gehören eine Cafeteria, eine Kapelle sowie Räumlichkeiten für Therapie und Gruppenaktivitäten. Bei der Planung spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Gründächer, eine Photovoltaikanlage und die Nutzung von Regenwasser zur Gartenbewässerung sind Teil des Baukonzepts.
Bauarbeiten in zwei Etappen
Eine besondere Herausforderung ist die Umsetzung bei laufendem Betrieb. Der Neubau erfolgt daher in zwei Bauetappen. Zunächst werden auf dem westlichen Grundstück zwei neue Gebäude mit insgesamt 72 Pflegeplätzen errichtet, die voraussichtlich Mitte 2028 fertiggestellt werden. Nach der Übersiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner wird das bestehende Gebäude abgetragen und durch weitere Neubauten ersetzt. Die Gesamtfertigstellung ist für Mitte 2030 geplant.
Die Geschichte des Standortes reicht bis ins Jahr 1883 zurück. Über mehrere Jahrzehnte entwickelte sich die Einrichtung vom damaligen Communal-Epidemienothospital zum Landesaltenheim Jakobusheim und schließlich zum heutigen Pflege- und Betreuungszentrum.
Quelle: OTS
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