Baden plant 10,1 Millionen Euro für Infrastruktur

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Trotz angespannter Finanzlage setzt Baden auf Zukunftsinvestitionen. Der am Mittwoch vorgestellte Voranschlag 2027 umfasst rund 10,1 Millionen Euro für Projekte von Kinderbetreuung bis Wasserversorgung.

Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) betonte laut Aussendung, man wolle verantwortungsvoll wirtschaften und gleichzeitig sicherstellen, dass Baden auch künftig eine Stadt mit hoher Lebensqualität bleibe.

Kindergarten und Feuerwehr als Schwerpunkte

Den größten Posten bildet der Neubau des Kindergartens in der Radetzkystraße mit rund 4,6 Millionen Euro. Nötig wird dieser durch die anstehende Schließung des bisherigen Standorts in der Schimmergasse.

Auch ein neues Feuerwehrhaus für Baden-Stadt steht auf der Agenda. Die ersten Schätzungen liegen bei etwa sechs Millionen Euro, wobei Förderungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro erwartet werden.

Millionen für Wasser und Straßen

In die Erneuerung der Trinkwassertransportleitung nach Ebenfurth fließen 2,6 Millionen Euro. Die Leitung ist über 100 Jahre alt. Zusätzlich sind 500.000 Euro für Vorarbeiten zur Modernisierung der Kläranlage vorgesehen.

Die Neugestaltung der Südlichen Wassergasse wird 2027 mit weiteren 1,2 Millionen Euro abgeschlossen. Für Straßen- und Gehsteigsanierungen sind rund 1,5 Millionen Euro eingeplant, 315.000 Euro gehen in die Adaptierung der Polizeidienststelle in der Hildegardgasse.

Konsolidierung bleibt Priorität

Der Finanzierungshaushalt weist Einnahmen von 114,66 Millionen Euro und Ausgaben von 118,4 Millionen Euro aus. Jeitler-Cincelli, die auch Nationalratsabgeordnete ist, sprach von einem konsequenten Konsolidierungskurs mit gezielten Investitionen. Die beiden Vizebürgermeister Markus Riedmayer (SPÖ) und Jowi Trenner („Wir Badener - Bürgerliste Jowi Trenner“) betonten, Infrastrukturinvestitionen seien nötig, um die Lebensqualität zu sichern.

Jeitler-Cincelli hatte das Bürgermeisteramt nach der Gemeinderatswahl 2025 von ihrem Parteikollegen Stefan Szirucsek übernommen. Ein Kassasturz zeigte eine dramatische Lage: 2024 lag der Schuldenstand bei 19,6 Millionen Euro. Die Dreierkoalition reagierte mit Gebührenanpassungen, Einsparungen bei Ermessensausgaben und Personalreduktion.

Quelle: APA

Worüber spricht Baden morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.